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Nur für den Fall: So erkennst du, ob dir ein Asteroid, ein Komet oder ein Meteoroid auf den Kopf fällt

Verglüht ein Meteoroid nicht bei dem Eintritt in die Atmosphäre, sondern schlägt auf den Erdboden ein, ändert sich auch seine wissenschaftliche Bezeichnung.
Verglüht ein Meteoroid nicht bei dem Eintritt in die Atmosphäre, sondern schlägt auf den Erdboden ein, ändert sich auch seine wissenschaftliche Bezeichnung.
Foto: imago
Vor ein paar Tagen wurden neue, potentiell gefährliche Asteroiden entdeckt. Doch wo genau liegt der Unterschied zwischen Asteroiden, Meteoroiden und Kometen? Wir klären auf.

Vor zwei Wochen entdeckten tschechische Forscher große Asteroiden, die der Erde einmal gefährlich werden könnten. Die wie aus dem nichts auftauchenden Lichtschweife am Himmel erschienen den Menschen der antiken Kulturen bis zum Mittelalter als Zeichen der Götter.

Unter anderem wegen der latenten Gefahr haben die Gesteinsbrocken aus dem All bis heute nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Doch auch wenn die Begriffe “Komet” und “Asteroid” oft synonym zueinander verwendet werden, existieren Unterschiede zwischen den Himmelskörpern, die wir hier noch einmal erklären.

Kometen und Asteroiden: Gleicher Ursprung, andere Zusammensetzung

Tatsächlich sind sich Kometen und Asteroiden ziemlich ähnlich. Sie sind Himmelskörper und Teil des Sonnensystems. Die meisten messen weniger als 100 Kilometer im Durchmesser, manche jedoch auch 1.000 bis 2.000 Kilometer. Auf die Frage, ab wann ein Komet oder Asteroid ein Planet ist, hat die Wissenschaft bis heute keine passende Antwort gefunden.

Das Sonnensystem bestand in seinen frühen Jahren aus Planetesimalen – kleinsten Anhäufungen aus Flüssigkeit und Sternenstaub. Mit der Zeit wurden sie größer, bis sie irgendwann zu einem Planeten herangewachsen sind. Nicht alle Planetesimale entwickelten sich zu einem Planeten, daher werden die übriggebliebenen als Asteroiden und Kometen bezeichnet.

Kometen bildeten sich, anders als Asteroiden, in den äußeren Regionen unseres Sonnensystems. Aufgrund der kälteren Temperaturen bestehen sie noch teilweise aus leicht flüchtigen Substanzen wie Wasser oder Kohlenmonoxid im gefrorenen Zustand. Nähern sie sich der Sonne, tauen die Stoffe wieder auf und bilden eine “Blase” um den Himmelskörper. Dieser Blase, der Koma, verdanken Kometen letztendlich ihren Namen. Durch Sonnenwinde wird sie “weggeweht” und der charakteristische Schweif entsteht.

Asteroiden besitzen weniger bis keine flüchtigen Stoffe und bilden daher auch keinen Schweif.

Meteoroid: Es geht noch kleiner

“Meteoroiden” sind interplanetare Festkörper, die größer als ein Atom, jedoch kleiner als ein Asteroid sind. Die genaue Grenze ist bis heute nicht definiert. Dennoch können Objekte, die wenige Zentimeter bis zu ein paar Metern messen, mit Sicherheit als Meteoroid bezeichnet werden. Sie bestehen entweder aus dem Staub eines Kometenschweifes oder bilden sich aus kleinen Bruchstücken nachdem Asteroiden oder Kometen kollidierten.

Die Herkunft der Sternschnuppen

Tritt ein Meteoroid in die Erdatmosphäre ein, entstehen infolge der Luftreibung hohe Temperaturen und eine Plasmaspur bildet sich. Innerhalb dieser Spur beginnen die Elektronen zu leuchten – eine Sternschnuppe entsteht. Wissenschaftler nennen dieses Phänomen “Meteor".

Verglüht nicht der gesamte Meteoroid, sonder schlägt auf der Erde ein, werden die gefundenen Reste "Meteorit" genannt.

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