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Sicherheitslücke in schlauen Lampen entdeckt

Smart-Home-Systeme sind praktisch, bergen jedoch Sicherheitsrisiken.
Smart-Home-Systeme sind praktisch, bergen jedoch Sicherheitsrisiken.
Foto: Imago
Smart-Home-Lampen werden immer beliebter, bequem können sie per Smartphone gesteuert werden. Doch Forscher fanden jetzt Sicherheitslücken in den schlauen LEDs

Informatikern der Universitäten Erlangen-Nürnberg (FAU) und Mannheim gelang es, Lampen verschiedener Hersteller für mehrere Stunden zum Blinken zu bringen. Ein einziger Funkbefehl aus einer Entfernung von mehr als 100 Metern habe dafür ausgereicht, teilte die FAU am Dienstag mit. Zudem beeinflussten die Forscher die Lampen so, dass der Nutzer sie nicht mehr steuern konnte. Auch Lichtfarbe oder Helligkeit hätten die Forscher aus der Ferne ändern können. Sogenannte Smart-Home-Produkte erfreuten sich in Privathaushalten wachsender Beliebtheit, schreiben die Wissenschaftler.

Auch Türschlösser könne betroffen sein

„Wenn allerdings Fremde plötzlich unsere Beleuchtung steuern, fühlen wir uns in unseren vier Wänden bedroht.“ Und da die Lampen den gleichen Funkstandard nutzten wie viele andere smarte Haushaltsgeräte, könnten künftig auch sicherheitskritische Anwendungen wie Heizungsanlagen, Türschlösser und Alarmanlagen von den Mängeln betroffen sein. Die Schwachstelle liege in dem Funkstandard „ZigBee“, der Schätzungen zufolge weltweit für 100 Millionen smarte Haushaltsgeräte genutzt werde. Konkret gehe es um eine Funktion, mit der etwa neue Geräte zu einem Netzwerk hinzugefügt werden können. Diese sei anfällig für Angriffe. Die Forscher empfehlen daher, die Funktion „Touchlink Commissioning“ zu deaktivieren. Einige Hersteller hätten bereits reagiert und ihren Kunden ein Update zur Verfügung gestellt.

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Verschollene Briefe von Alan Turing entdeckt

Kryptoanalytiker Alan Turing im Alter von 16 Jahren
Kryptoanalytiker Alan Turing im Alter von 16 Jahren
Foto: Wikimedia Commons

Zahlreiche Schreiben des 1954 verstorbenen Kryptoanalytikers wurden kürzlich in einem alten Aktenschrank in der Universität von Manchester gefunden.

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