Astronomen, die nach Signalen außerirdischer Zivilisationen suchen, haben 15 sich wiederholende, starke Radioimpulse von einer Zwerggalaxie in drei Milliarden Lichtjahren Entfernung registriert. Bei den Signalen handelte es sich um sogenannte Fast Radio Bursts (zur Erklärung), also besonders kurz auftretender Radiostrahlung (Radioblitze) mit unbekanntem Ursprung. Die Forscher selbst veröffentlichten auf einer Webseite Details des empfangenen Signals, wie unter anderem der Guardian berichtet.

Über die Quelle der Signale wird aktuell viel spekuliert. Einige Wissenschaftler vermuten, dass sie von schwarzen Löchern oder rotierenden Neutronensternen mit besonders starken magnetischen Feldern stammen könnten. Manche vermuten sogar ein außerirdisches Raumschiff als mögliche Quelle.

Projekt eines russischen Milliardärs

Die Forscher, die die Entdeckung machten, gehören zu dem Breakthrough Listen Project, ein Projekt, das vom russischen Milliardär Juri Milner mit 100 Millionen Dollar finanziert wird. Als Berater daran beteiligt ist unter anderem der Physiker Stephen Hawking. Das Budget reiche aus, um für die nächsten zehn Jahre die bislang gründlichste Suche nach außerirdischem Leben durchzuführen.

Das Team hat das Radioteleskop des Green-Bank-Observatoriums im US-Bundesstaat West Virginia auf einen Bereich mit der Bezeichnung FRB 121102 gerichtet, wo bereits früher ein mysteriöser Fast Radio Burst registriert wurde.

Signal-Quelle ist weiterhin aktiv

Laut dem Breakthrough-Listen-Forscher Vishal Gajjar sei bemerkenswert, dass sich die Quelle immer noch in einem aktiven Zustand befindet. Die hohe Qualität der nun erfolgten Messung erlaube es, die Signale besonders detailliert zu erforschen. Andrew Siemion, Direktor des Berkeley SETI Research Center und des Breakthrough-Listen-Projekts führt aus, dass das Breakthrough Projekt dazu beitrage, das Universum besser zu verstehen, unabhängig davon, ob die Signale tatsächlich von extraterrestrischem Leben stammen könnten.

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