Bei der Landung einer bemannten russischen Sojus-Kapsel im April gab es nach Angaben eines Nasa-Funktionärs einen Vorfall: Beim Öffnen des Fallschirms sei eine Schnalle an eine Schweißnaht der Raumkapsel geschlagen, daraufhin habe es einen Druckabfall gegeben, sagte der Ex-Astronaut Thomas Stafford dem Online-Portal spacenews.com zufolge bei einer Nasa-Sitzung. Demnach ereignete sich der Vorfall in rund 8000 Metern Höhe über der Erde kurz vor der Landung in der kasachischen Steppe.

Starker Wind erschwerte Landung

Am 10. April war die Sojus-MS-02 mit dem Amerikaner Shane Kimbrough sowie den Russen Andrej Borissenko und Sergej Ryschikow zur Erde zurückgekehrt. Die Landung verlief wegen starken Windes härter als gewöhnlich. Das Portal spacenews.com warf die Frage auf, ob das nun bekannt gewordene Problem Diskussionen befeuern könnte, ob russische Technik sicher und zuverlässig ist. In den vergangenen Jahren hatte es etwa Probleme mit Progress-Frachtern gegeben.

Keine Gefahr für Astronauten

Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos bestätigte den Druckabfall am Mittwoch. Es habe einen Defekt beim Öffnen des Fallschirms gegeben, sagte Raumfahrtchef Igor Komarow der Agentur Tass. „Alles ist innerhalb der Erdatmosphäre passiert und hatte keinen Einfluss auf die Besatzung“, sagte er. Roskosmos zufolge trug die Mannschaft ihre Raumanzüge, daher habe keine Gefahr bestanden. Es seien bereits Maßnahmen getroffen worden, dass sich ein solch „unwahrscheinlicher“ Vorfall nicht wiederhole. Komarow betonte, Roskosmos und die Nasa hätten den Fall analysiert und seitdem bereits wieder erfolgreiche Landungen ausgeführt.

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