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Himmelsphänomene 2018: Ein Sternschnuppenschauer kommt die nächsten Nächte

Zur Vorweihnachtszeit gibt es 2018 noch ein Himmelphänomen: Freut euch auf den Sternschnuppenstrom der Geminiden.
Zur Vorweihnachtszeit gibt es 2018 noch ein Himmelphänomen: Freut euch auf den Sternschnuppenstrom der Geminiden.
Foto: Unsplash/Romain Rullaud
2018 ist am Himmel wieder einiges los. Diesen Dezember zum Beispiel könnt ihr viele, viele Sternschnuppen beobachten. Was es sonst noch zu sehen gab – unsere Highlights.

Sie sind beeindruckend und führen uns vor Augen, wir groß das Universum eigentlich ist: Himmelsphänomene. Das Jahr 2018 begann knapp mit einer Vollmondnacht. Zum Jahreswechsel stand der Mond hoch im Süden oberhalb des Sternbilds Orion. Mehr noch: In Astronomen-Kreisen gilt der Erdtrabant in diesem Fall als Supervollmond. Jetzt zum Jahresende gibt es zusätzlich eine kleine Überraschung: Wünsch dir noch was zum Sternschnuppenstrom der Geminiden.

Zum Abschluss der Himmelsphänomene 2018: Sternschnuppenstrom der Geminiden

Die Geminiden ziehen zur Adventszeit über unseren Nachthimmel: Vom 6. bis zum 16. Dezember sind besonders viele und helle Sternschnuppen zu sehen. Vor allem am Wochenende in den Nächten zum Freitag und Samstag sollte man nach dem Geminiden-Strom Ausschau halten.

Die gelb-weiß leuchtenden Sternschnuppen sind zwar nicht so auffällig wie die Perseiden, aber dennoch ein bisschen heller. Achte aber auf die Wetterbedingungen, denn die frostigen Temperaturen erschweren den Blick auf das Spektakel. Am besten wären die Wetterbedingungen in der Nacht auf Sonntag.

Das waren die beachtlichsten Himmelsphänomene 2018

Auch wenn das Jahr sich dem Ende neigt, bleiben uns die nächsten Nächte, um noch einmal Sternschnuppen erhaschen zu können. Dennoch war 2018 in Sachen Sternschnuppen, Mondfinsternis und Co. ein erfolgreiches Jahr und wir blicken gerne auf folgende Himmelsphänomene zurück:

Blauer Mond: Eines der ersten Himmelsphänomene 2018

Zum Jahreswechsel war es der blaue Mond der erste von zwei Vollmonden in einem Monat. Denn der zweite folgte noch am 31. Januar. Dieses Ereignis ist zwar nicht selten, kommt aber trotzdem nur alle paar Jahre vor, zuletzt im Juli 2015 und nach März 2018 erst wieder in 2037. In den vergangenen Jahren hat sich hierfür die Bezeichnung Blauer Mond eingebürgert.

Natürlich war der Mond nicht wirklich blau. Das kommt nur vor, wenn die Partikel von Vulkanausbrüchen oder großen Waldbränden die Luft füllen und schließlich, wie ein Farbfilter, die Mondoberfläche blau erscheinen lassen. Manchmal reichen auch das Licht einer Öllampe oder automatische Weißabgleiche von Digitalkameras aus, um den Himmelskörper für uns blau erscheinen zu lassen.

Die Blaue Supervollmond-Finsternis war vor allem am südlichen Sternenhimmel zu sehen, also im südlichen Pazifik, Neuseeland, Indonesien, Hawaii, den Philippinen und so weiter. Aber sie ist nicht das einzig sehenswerte astronomische Ereignis in diesem Jahr. Auch für Bewohner der nördlichen Hemisphäre ist einiges dabei.

Himmelsspektakel aus Technik und Natur

Himmelsspektakel aus Technik und Natur
Hamburg1/Funke Marke NRW/Hyperraum.TV

Ein planetares Himmelsereignis erwartete dich am 7. bis 8. März

Ein besonderes Himmelsphänomen ereignete sich Anfang März. Ein paar Nächte lang, genauer vom 7. bis 8. März, standen die Planeten Saturn, Mars und Jupiter mit dem Mond in einer Reihe. Jeweils bei Sonnenaufgang konnte am südöstlichen Himmel beobachtet werden, wie sie sich scheinbar nebeneinander anordnen. Das lag daran, dass ein abnehmender Dreiviertelmond zwischen jeden der Planeten "schlüpfte", am 8. März dann zwischen Mars und Jupiter.

Himmelsphänomen Nummer 3: Mond und Venus "paarten" sich am 15. Juli

Vor allem Nordamerikaner kamen bei einem ganz besonderen Himmelsereignis auf ihre Kosten: Der dünne, zunehmende Halbmond rückte erstaunlich nah an die Venus heran – und zwar bis zu einer Entfernung von nur 1,6 Grad, was laut National Geographic drei Durchmesserlängen des Mondes entspricht. Am südwestlichen Himmel war dabei am deutlichsten zu sehen sein, wie sich die beiden Himmelskörper näherkamen.

Die Totale Mondfinsternis am 27. Juli

Was passiert bei einer Mondfinsternis?
NASA Goddard

Zur Mitte des Jahres kamen dann auch Astronomie-Fans in Europa, Südamerika, Australien, Afrika und Asien in den Genuss ihres eigenen Himmelsphänomens: Nach dem Ereignis im Januar war es die zweite totale Mondfinsternis in 2018. Die Verdunkelung fand etwa anderthalb Tage statt, nachdem der Mond am weitesten von der Erde entfernt gewesen war. Es war der kleinste Mond des Jahres, da er den dunkelsten Teil des Erdschattens durchlief.

27. Juli: Der Mars kam näher

Nicht nur der Mond hatte am 27. Juli seinen großen Auftritt unter den Himmelsphänomenen 2018. Obwohl der größte und hellste Mars des Jahrzehnts bereits 2016 zu sehen war, leuchtete der rote Planet nämlich auch 2018 strahlend hell. Parallel zur Totalen Mondfinsternis kam er am 27. Juli dem Mond nahe und war, in Opposition zur Sonne, am besten sichtbar. Mit Teleskopen waren sogar seine weißen Polarkappen und vulkanischen Ebenen zu sehen.

Im Gegensatz zur Erde bewegt sich der Mars nicht in einem regelmäßigen Kreis um die Sonne. Dadurch ist er mal näher und mal weiter an unserem blauen Planeten dran. Bis zum 31. Juli tastete er sich auf bis zu 60 Millionen Kilometer an ihn heran. Diese Distanz wird er erst im Jahr 2035 erneut erreichen.

Am 11. August folgte die partielle Sonnenfinsternis

Der Sonnenaufgang des 11. August wurde für Menschen in Nordamerika und Nordeuropa, Grönland, Island und im nördlichen Asien zum eindrucksvollen Himmelsereignis: Eine partielle Sonnenfinsternis stand bevor. Besonders Regionen mit geringer Luftverschmutzung, beispielsweise in der russischen Tundra und im Norden Chinas, wurden spektakuläre Aussichten versprochen. In der chinesischen Stadt Harbin hatte der Mond gar 37 Prozent der Sonne verdeckt.

Heiß ersehntes Himmelsphänomen: Am 12. bis 13. August kamen die Perseiden

Erklärt: Warum kommen die Perseiden im August?
ZDF

Einer der Höhepunkte am Himmel sind jedes Jahr die Perseiden-Schauer im August. Es handelt sich um einen Meteorstrom, der bis zu 60 Sternschnuppen pro Stunde produzieren kann. Dieses Jahr waren sie besonders gut zu beobachten, weil die Nacht von 12. auf den 13. August eine "mondlose" war: Die schmale Sichel des Mondes ging früh unter. Trotz alledem empfiehlt es sich, Lichteransammlungen wie Städte zu meiden. Selbst in städtischen Parks ist die Sicht häufig getrübt. Ein Himmelsereignis dieser Art sollte unter besten Bedingungen genossen werden.

Am 12. Dezember konntest du einen Kometen sehen

Möglicherweise war im Dezember ein Komet mit dem komischen Namen "46P/Wirtanen" hell genug, um mit bloßem Auge gesehen zu werden. Ist dies der Fall, wird er laut National Geographic der hellste seit 2013 in der nördlichen Hemisphäre beobachtete Komet gewesen sein. Seinen geringsten Abstand zur Sonne erreichte er am 12. Dezember und passierte die Winterkonstellation Stier beziehungsweise Taurus. Der Erde kommt er vier Tage später mit 11 Millionen Kilometern Entfernung am nächsten, dann geht es weiter durch die hellen Plejaden und den Hyaden-Sternhaufen.

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Ein Himmelsphänomen dieser Art ist nicht nur für Beobachter spannend. Kometen sind auch für die NASA bedeutend, weil sie ein wichtiges Forschungsfeld darstellen. 2014 hatte die Weltraumorganisation beispielsweise versucht, auf einem Kometen mit ähnlich kryptischem Namen, den "67P/Churyumov-Gerasimenko" zu landen, um Proben zu entnehmen. Mitte der 2020er Jahre will die NASA dann entweder eine Mission zum Saturn-Mond "Titan" oder zum Kometen "Tschuri" unternehmen. Kometen sind für Wissenschaftler deshalb so interessant, weil sie die Materie, aus der auch die Erde entstanden sein soll, in beinahe unverändertem Zustand aufbewahrt haben. Sie könnten uns also etwas über die Vergangenheit unseres Heimatplaneten verraten.

Fazit: 2018 ist reich an Himmelsereignissen

2018 könnte ein aufregendes Jahr für Freunde atemberaubender Himmelsphänomene sein. Begonnen hat das Jahr ja bereits eindrucksvoll mit dem blauen Mond. Wir zumindest freuen uns auf die Ereignisse, die unseren Blick in den nächsten Monaten wieder gezielt nach oben lenken werden.

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