Sternschnuppen-Freunde sollten vor allem am frühen Sonntag den Nachthimmel im Blick behalten. Dann ist der Sternschnuppenstrom der Lyriden, auch April-Lyriden, voraussichtlich am besten zu sehen. „In der Nacht zum Sonntag ist es überall in Deutschland weitgehend klar“, sagte Meteorologe Thomas Ruppert vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach am Freitag.

Zwar wird am Montag erst das Maximum des Stroms erreicht, der Sonntag ist nach Ansicht von Astronomen für Beobachter aber nahezu genauso gut. Und am Montagfrüh ist der Himmel vielerorts bedeckt, im Norden regnet es sogar. „Die Beobachtungschancen sind dann noch im Süden und Osten am besten“, sagte Ruppert.

Die Lyriden sind ein jährlicher Meteorschauer. In diesem Jahr sind sie zwischen dem 14. und 26. April aktiv.

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Benannt nach einem Sternbild

„Die Sternschnuppen der Lyriden sind eigentlich ein schwacher Strom, der aber hin und wieder für Überraschungen gut ist“, sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde, Sven Melchert, im südhessischen Heppenheim. Die meisten Sternschnuppen seien nach Mitternacht zu sehen. „Dann ist dieses Jahr der zunehmende Halbmond auch unter dem Horizont verschwunden.“

Wieso heißen die Sternschnuppen Lyriden? „Ihren Namen haben sie vom Sternbild Lyra, der Leier; ein kleines Sommersternbild, dessen Hauptstern Wega einer der hellsten Sterne am Himmel ist“, erklärt Melchert. Die Lyriden seien sehr schnell und manche besonders hell.

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