Der Physiker Michio Kaku weiß, wovon er spricht. Er studierte in Harvard, promovierte an der University of California und forscht seit den 1970er Jahren an der sogenannten Stringtheorie. Einer breiten Öffentlichkeit wurde der Forscher vor allem durch seine Bücher bekannt, von denen sich viele mit der Zukunft der Forschung beschäftigen.

Drohnen als größte Gefahr

Und während viele Menschen bei dem Wort Zukunft wohl an Flugtaxis, die die Lüfte über unseren Städten erobern, Hyperschallflugzeuge und 3D-Hologramme denken, hat Kaku vor allem ein Thema im Visier: Drohnen. Der Forscher äußerte sich bereits in der Vergangenheit besorgt über die Möglichkeit von militärischen Killerdrohnen, wie Futurism berichtet. „Die einzig wirklich direkte Gefahr sind automatisierte Tötungsmaschinen“, so Kaku. Zwar sei die Menschheit von Terminator-artigen, intelligenten Robotern, die Menschen selbstständig töten könnten, noch „hundert Jahre“ entfernt.

Kaku ist jedoch besorgt über die Drohnen, die schon jetzt Realität sind. „Drohnen, die von Menschen überwacht und gesteuert werden, existieren bereits“. Der nächste Schritt seien solche Drohnen, die Menschen automatisch erkennen können und einen Tötungsbefehl ausführen. „Das könnte irgendwann schiefgehen – ein Fehler, beispielsweise ein Kurzschluss, könnte dazu führen, dass die Maschine einfach weiterhin Menschen ins Visier nimmt – ohne einen solchen Befehl erhalten zu haben“, so der Forscher.

Kontakt zu Aliens

Über diese sehr düstere Zukunftsvision hinaus hat Kaku aber auch Ideen, die nicht so angsteinflößend sind. So geht er beispielsweise davon aus, dass die Menschheit in den nächsten einhundert Jahren Kontakt zu einer außerirdischen Spezies aufnehmen wird. Auch zum Thema AI hat der Physiker sich Gedanken gemacht und sieht die Entwicklung skeptisch. Zwar werden laut Kaku noch Jahrzehnte vergehen, die künstlichen Intelligenzen werden während dieser Zeit jedoch zunehmend schlauer – und könnten den Menschen somit eines Tages gefährlich werden.

Weitere Thesen des Physiker:

  • Menschen sollten außerhalb der Erde nach bewohnbaren Planeten suchen. „Die Dinosaurier hatten kein Raumfahrtprogramm, deswegen existieren sie heute nicht mehr“, so der Forscher scherzend. Er hält es daher für sinnvoll, wenn die Menschheit sich einen „Back-up-Plan“ erstelle.
  • Zum Thema Bitcoin hat der Physiker nichts Positives zu sagen, auch wenn er die Existenz von Digitalwährungen in der Zukunft nicht ausschließt. Bei Bitcoin handele es sich für ihn jedoch mehr um „Zockerei“ als um eine ernstgemeinte Währung.
  • Autonome Fahrzeuge werden sich in Zukunft durchsetzen und dafür sorgen, dass es weniger Unfälle und Staus gibt und so dazu beitragen, Tausende Menschenleben zu retten.

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