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Werden Fan-Träume wahr? Forscher entwickelt X-Men-Superkräfte

Hugh Jackman in "Wolverine"
Hugh Jackman in "Wolverine"
Foto: 20th Century Fox
Dr. Igor Adameyko arbeitet an einer Methode, um abgetrennte Gliedmaßen zu regenerieren. Damit orientiert er sich an einem bekannten Helden des Marvel-Universums.

Wer kennt nicht Wolverine, den wilden X-Man mit einem Skelett und Krallen aus Adamantium sowie der Fähigkeit zur Wundheilung und Regeneration? Dr. Igor Adameyko, CEO von Adameyko Labs, ist auf der Suche nach diesen Superkräften – dem "heiligen Gral" der Biologie.

In einer Rede an der Harvard Medical School erläuterte er seine Pläne für die sogenannten "nicht-kanonischen Funktionen des Nervensystems" mit Blick auf die "Regeneration beschädigten Gewebes im Zusammenspiel mit der Wiedererlangung sensorischer Nervenfunktionen" – also das Ziel, abgetrennte Körperteile wiederherzustellen.

Nervenzellen bekommen die Hauptrollen

Nervenzellen übermitteln Informationen durch den Körper – darunter fallen auch morphogene Informationen, also jene, die die spezielle Form und Größe eines Organs definieren. Vor allem der Parasympathikus – einer der drei Bestandteile des vegetativen Nervensystems – spielt eine wichtige Rolle für die Entwicklung von Drüsen. Asameykos Ansatz beschreibt die Übermittlung sogenannter „multipotenter Regeneratoren“ (wie etwa Stammzellen) über das Nervensystem eines Organismus.

Dabei beruft er sich laut big think unter anderem auf ein Forschungspapier seines Unternehmens zu peripheren Gliazellen und zum Isolieren und Schützen von Neuronen und Axonen: "Diese multipotenten Nerv-benachbarten Zellen können in vivo [also auf natürliche Weise, Anm. d. Red.] reprogrammiert werden und eine Reihe von Rollen spielen – von der Erzeugung von Pigmentierung bis zur Kontrolle der Regeneration eines Gliedmaßes von Amphibien oder der Haut von Nagetieren."

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Seesterne und Mäuse, aber Menschen?

Hinter all diesen Fachbegriffen steckt ein simples Ergebnis: Regeneration. Dabei konzentrieren sich die Wissenschaftler um Adameyko aber jnicht darauf, Mutanten und Superwesen zu erschaffen. Vielmehr hoffen sie auf neue „Erkenntnisse zu Melanomen, Neuroblastomen und Phäochromozytomursprüngen“ – also die „Verbesserung der Hautheilung und das Lösen neurokutaner Erkrankungen“. Eine solche Entwicklung würde die Medizin um einen großen Schritt voranbringen.

Bislang hat Adameyko Labs mit Seesternen, Mäusen und weiteren Tieren experimentiert, die jeweils regenerative Eigenschaften aufweisen. Gegenwärtig ist jedoch noch nicht klar, ob das menschliche Nervensystem dazu in der Lage ist, die entsprechenden Regeneratoren zu übermitteln. Außerdem ist derzeit offen, wie der menschliche Körper auf solche Stoffe reagiert würde und ob man die resultierende „Regeneration“ kontrollieren kann.

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