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Was eine 100 Jahre alte Münze auf dem Mars zu suchen hat

Bei dieser Aufnahme handelt es sich um ein "Mars-Selfie" des ferngesteuerten Rovers "Curiosity".
Bei dieser Aufnahme handelt es sich um ein "Mars-Selfie" des ferngesteuerten Rovers "Curiosity".
Foto: NASA
Der Rover "Curiosity" ist seit 2315 Tagen auf dem Mars unterwegs. Ein "technisches" Detail des ferngesteuerten Fahrzeugs überrascht.

Der am 6. August 2012 auf dem Mars gelandete Rover "Curiosity" ist ein wahres Wunderwerk moderner Technik und besitzt einige erstaunliche Fähigkeiten. Nicht nur, dass die kleine Maschine Gesteinsproben entnehmen kann, das ferngesteuerte Fahrzeug schickt auch regelmäßig Bilder des Roten Planeten zurück zu uns auf die Erde.

Staubsturm überzieht den kompletten Planeten

Um jedoch die unterschiedlichen Jahreszeiten und vor allem die Windgeschwindigkeiten analysieren zu können, setzen die Forscher rund um "Curiosity" auf eine erstaunlich einfache Lösung, wie bgr berichtet.

Heftige Stürme, die auf dem Mars tobten, bedeckten die Oberfläche des Planeten und den Rover mit einer dicken Staubschicht. Tests, die das Forschungsfahrzeug zur Kalibrierung der internen Kameras nutzt, zeigen nun, wie heftig diese Stürme waren. Teil der Kamera-Kalibrierung ist eine Nahaufnahme einer aus dem Jahr 1909 stammenden 1-Cent-Münze ("Penny").

Winde befreien den Rover vom Staub

Diese Münze wurde in das Gehäuse des Rover integriert. Auf Testaufnahmen, die vor wenigen Wochen gemacht worden sind, war zu erkennen, dass sowohl das Gehäuse, als auch die Münze von einer dicken Schicht orangen Staubs überzogen waren. Aktuelle Aufnahmen zeigen den Penny jedoch schon viel sauberer und lassen darauf schließen, dass sehr starke Winde den Rover vom Staub befreiten.

"Die Aufnahmen, die wir nun sehen, sind schon viel klarer als die, die wir bekommen haben, kurz nachdem die Staubstürme abflauten", schreibt dann auch Abigail Fraeman, eine Mitarbeiterin des "Curiosity"-Teams in einem Blog-Eintrag.

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Legt Staub Rover "Opportunity" lahm?

Forscher haben die Vermutung, dass das Schwesterfahrzeug von "Curiosity", genannt, "Opportunity", ebenfalls von den Staubstürmen betroffen war. Eventuell waren die Solarpanele des Fahrzeugs so stark verschmutzt, dass sich das Forschungsfahrzeug selbstständig in den Energiesparmodus versetzte. Ob die starken Winde auch den zweiten Rover vom Staub befreien und somit wieder einsatzfähig machen können, ist aktuell nicht abzusehen.

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