Science

Bye, bye Sonnensystem: "Voyager 2" betritt den interstellaren Raum

Die "Voyager 2"-Sonde hat das Sonnensystem verlassen.
Die "Voyager 2"-Sonde hat das Sonnensystem verlassen.
Foto: NASA/JPL-Caltech
Damit ist die "Voyager 2" das zweite von Menschen geschaffene Objekt jemals, dem es gelungen ist, unser Sonnensystem zu verlassen.

Die Sonde "Voyager 2" startete bereits 1977 und gilt damit als die derzeit am längsten laufende Mission der NASA. In den vergangenen 41 Jahren legte sie dabei eine Strecke von mehr als 18 Milliarden Kilometern zurück und folgte nun ihrem Vorgänger, der "Voyager 1", in den interstellaren Raum. Die "Voyager 1" hatte das Sonnensystem bereits 2012 verlassen.

"Voyager 2" im interstellaren Raum

Die Messungen des Plasma Science Experiments (PLS), welches sich an Bord der Sonde befindet, klärten die NASA-Mitarbeitern über den Übertritt in den interstellaren Raum auf, woraufhin sie es am Montag verkündeten. Die Vorrichtung misst mitunter den elektrischen Strom, die Dichte sowie die Temperatur der Sonnenwinde, die das Objekt umgeben. Zusammen bilden sie die sogenannte Heliosphere.

Video: "Voyager 2" betritt den interstellaren Raum

Bereits am 05. November scheint die Geschwindigkeit der Sonnenwinde so stark abgenommen zu haben, sodass die Instrumente der "Voyager 2" keine mehr erfassen konnte. Auch weitere Daten deuten darauf hin, dass sie die Grenze passiert hat.

Jenseits unseres Sonnensystems

Zwar sind die Wissenschaftler der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA noch immer dazu in der Lage, mit der Sonde zu kommunizieren, aufgrund der mittlerweile enormen Distanz dauert es jedoch selbst mit Lichtgeschwindigkeit mehr als 16 Stunden, bis die Nachricht eines Senders den Empfänger erreicht.

Mehr zu den "Voyager"-Missionen:

Während das PLS der "Voyager 1" bereits 1980 den Geist aufgab, lassen die Daten darauf schließen, dass das Gerät der "Voyager 2" noch intakt ist. Die Forscher erhoffen sich daher nun genauere Informationen über den Raum jenseits unseres Sonnensystems. Weitere Details wollen sie am Montagabend (Ortszeit) im Rahmen der Tagung der American Geophysical Union in Washington bekanntgeben.

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