Ob die Genmanipulation am Menschen langfristige Nebenwirkungen zeigt, ist bisher nicht abzusehen. Selbst die chinesischen Forscher, die eine Studie mit Krebs-Patienten durchführten, sind an dieser Erkenntnis vorbeigelaufen. Eigentlich sollten Patienten, deren DNA mithilfe der Genschere CRISPR/Cas9 verändert wurde, unter ärztlicher Beobachtung bleiben. Dies ist den Forschern jedoch misslungen.

Durch Gentherapie behandelte Patienten sind weg

Dass eine unbekannte Anzahl chinesischer Krebspatienten nach einer experimentellen Gentherapien nicht mehr auf ihren körperlichen sowie gesundheitlichen Zustand kontrolliert werden, berichtete das Wall Street Journal. Das Erbgut der Studienteilnehmer wurde mithilfe der GRISPR-Cas9-Genschere manipuliert, um die Krebserkrankung zu behandeln. Die Wissenschaftler, die für mindestens eine Studie verantwortlich waren, konnten den Kontakt zu ihren Patienten jedoch nicht aufrechterhalten. Nun sind keine weiteren Folgeuntersuchungen möglich.

Dabei müssten regelmäßige Untersuchungen insbesondere bei Patienten mit Gentherapien unerlässlich sein. Da diese sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium befinden, könnten ungewollte Folgen wie Nebenwirkungen auftreten. Das wäre dann in der Studie zu dokumentieren. Unerwartete Gesundheitsprobleme aufgrund der Genmanipulation, wie beispielsweise Autoimmunerkrankungen könnten auch erst im späteren Verlauf des Lebens auftreten. Deshalb sollten mit Gentherapien behandelte Patienten über ihre Lebensdauer beobachtet werden.

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Genforschung in China sorgt für Beunruhigung

In letzter Zeit machte die biomedizinische Forschung in China bereits auf sich aufmerksam, als dort die ersten genmanipulierten Babys geboren wurden. Daraufhin wurde bekannt, dass auch ein durch CRISPR/Cas9 AIDS-resistentes Kind auf dem Weg ist. Nun sind aber nicht nur chinesische CRISPR-Patienten verloren gegangen – auch der chinesische Forscher, der kürzlich die Gen-Babys erschuf, ist verschwunden.

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