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Diese 6 Zimmerpflanzen sind die wahren Wunderreiniger – sagt die NASA

Millenials lieben Pflanzen. Aber auch wenn du keiner von ihnen bist, solltest du laut der NASA diese 6 Gewächse zuhause haben.
Millenials lieben Pflanzen. Aber auch wenn du keiner von ihnen bist, solltest du laut der NASA diese 6 Gewächse zuhause haben.
Foto: imago/Westend61
Immer mehr Millenials scheinen von Zimmerpflanzen besessen zu sein. Dabei sind die Gewächse mehr als nur Deko – die NASA weiß, welche heilenden und reinigenden Kräfte einige von ihnen besitzen.

Zimmerpflanzen liegen auf einmal wieder im Trend. Angeblich sind sie für die Millenial-Generation der perfekte Kinderersatz. Ob du die Gewächse genauso liebst oder nicht – du solltest dir einige davon auf jeden Fall anschaffen. Schließlich sagt selbst die NASA, dass sie mehr als nur Deko sind. Sie sind Wunderreiniger und gut für deine Gesundheit.

Hol mehr aus deinen Zimmerpflanzen heraus

Die Wissenschaft sagt, ein grünes Zuhause kann Stress und Angst reduzieren, die Luft befeuchten und sogar Depressionen entgegenwirken. Die NASA geht noch einen Schritt weiter: Sechs Zimmerpflanzen seien der US-Raumfahrtbehörde zufolge besonders starke, natürliche Luftreiniger. Zeit also, sie dir anzuschaffen.

Bereits 1989 legte die NASA zu diesem Thema einen Bericht vor, 2010 wurde dieser erweitert. Ihr Ziel: aufzuzeigen, welche Zimmerpflanzen die Luftverschmutzung in Innenräumen mindern können, und wie. Schließlich ist bekannt, dass stickige, trockene und mit Klimaanlagen behandelte Luft, wie sie auch in den meisten Büros herrscht, immer häufiger zu Krankheiten führt. "Sick-Building-Syndrom" ist der Fachbegriff dafür (deutsch: Krankes-Gebäude-Syndrom).

Vor allem durch schlecht gewartete Klimaanlagen würden Krankheitserreger in die Luft gepustet – ein Risiko für die Menschen, die sich darin befinden. Deshalb gilt der Ratschlag der NASA mehr für Büroinnenarchitekturen als für Wohnhäuser. Trotzdem kann es auch nicht schaden, bei dir zuhause anzufangen und dir die folgenden, von der NASA empfohlenen Zimmerpflanzen zuzulegen.

Diese 6 Zimmerpflanzen gehören in dein Zuhause

Diese Pflanzen wurden auch in der Internationalen Raumstation (ISS) eingesetzt, so wundersam soll ihre Wirkung sein.

#1 Sanseveieria: Die Schlangenpflanze

Sie heißt so, weil ihre verschlungenen Blätter der Haut von Reptilien ähneln. Das sieht schon ziemlich cool aus. Dazu braucht sie wenig Licht (auch wenn sie im Licht stehend erst ihre volle Größe entfaltet), was sie zu einer Zimmerpflanze macht, die wirklich schwer zu töten ist. Doch das Wichtigste: Sie filtert giftige Stoffe aus der Luft, namentlich Benzol, Formaldehyd, Trichlorethylen, Xylol und Toluol.

#2 Aloe barabensis: Aloe Vera-Pflanze

Aloe Vera gilt auch als die Pflanze für Schönheit, deshalb finden sich ihre Inhaltsstoffe häufig in Kosmetik- und Hygieneprodukten wieder. Doch ihr werden auch heilende Kräfte zugeschrieben, die deiner Gesundheit guttun. Sie filtert nämlich Formaldehyd aus der Luft. Und wenn du einen schmerzenden Sonnenbrand hast, öffne einfach einen ihrer Wedel und verteil den klebrigen Inhalt auf der betreffenden Stelle – du wirst sofortige Linderung erfahren. Finde für sie einen Platz in der Sonne und sie wird wachsen und gedeihen – auch ohne viel Zutun deinerseits.

#3 Nephrolepis exaltata: Boston-Farn

Einer der effektivsten, natürlichen Luftreiniger ist der Boston-Farn. Er ist die perfekte Pflanze für dein Bad. Sie liebt Feuchtigkeit und braucht nicht sehr viel Licht. Achte allerdings darauf, dass du sie regelmäßíg gießt, wenn sie sich nur im Entferntesten trocken anfühlt, hat sie Wasser nötig. Mit der richtigen Pflege wird sie giftige Stoffe wie Xylen und Formaldehyd aus der Luft entfernen.

#4 Ficus elastica: Kautschukbaum

Richtig groß kann der Kautschukbaum, auch Gummibaum genannt, werden. Am optisch ansprechendsten wird die Zimmerpflanze, wenn du sie sich selbst überlässt und nur ab und zu einmal gießt. Dann vollbringt sie Wunder bei der Beseitigung von Benzon, Formaldehyd und Trichlorethylen aus der Luft.

#5 Spathiphyllum: Scheidenblatt

Diese anrüchig klingende Zimmerpflanze, die auch Blattfahne, Einblatt oder Friedenslilie genannt wird, hat es in sich: Sie ist der ideale Begleiter für dich, wenn du eher einen schwarzen als einen grünen Daumen hast. Sie kann auch bei schwachem Licht überleben, und wenn sie Wasser braucht, zeigt sie das ganz offensichtlich, indem sie ihre Blätter hängen lässt. Ein glückliches Scheidenblatt gedeiht jahrelang und kann fünf gesundheitsgefährdende Stoffe aus der Luft filtern: Ammoniak, Benzo, Formaldehyd, Xylen und Trichlorethylen.

#6 Chrysanthemum parthenium: Mutterkraut

Wahrscheinlich würde dir auch deine Mutter dieses Gewächs empfehlen. Die NASA weiß auf jeden Fall auch, dass Chrysantheme eine besonders ausdauernde Gattung sind. Darüber hinaus hat die auch als Fieberkraut bekannte Pflanze heilende Kräfte, die nicht nur Migräneanfalle lindern können, neuerdings wird sie auch als mögliche Grundlage eines neuen Medikaments gegen Leukämie angesehen. Als Luftreiniger ist das Chrysanthemum äußerst wirksam gegen Ammoniak, Benzol, Formaldehyd und Xylol in der Luft.

Die künstliche Nummer 7: Teufelsefeu, genetisch verändert

US-Forscher glauben trotz der wunderlichen Kräfte der Zimmerpflanzen, dass ihre Wirkung noch zu gering ist. Kurzerhand haben sie die Pflanzenart namens Teufelsefeu genetisch verändert – mit Erfolg. Sie kann gesundheitsschädigende Stoffe äußerst effektiv in harmlose umwandeln. Die ideale Zimmerpflanze für dein Zuhause – irgendwann jedenfalls, wenn das Experiment der Forscher in Serie gehen kann.

Zimmerpflanzen: Vertrau auf die NASA

Die NASA wusste bereits 1989, welche Zimmerpflanzen erstaunliche Kräfte besitzen. Einfacher bekommst du Luftreiniger und Wunderheiler wohl nicht, und das noch auf ganz natürlichem Weg und ohne viel Aufwand. Für eine ausreichende Luftreinigungswirkung empfiehlt die NASA übrigens eine Pflanze pro 9 Quadratmeter.

Ob es in Russlands geplanten Luxus-Hotel für die ISS künftig auch viele Zimmerpflanzen geben wird? Derweil kümmert sich die NASA auch um terristrische Gewächse, denn die ISS soll das Stress-Level von Erdpflanzen messen. Warum Millenials Pflanzen über Kinder stellen, erfährst du übrigens hier.

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