Immer wieder erreichen Bilder seltsamer Formationen auf anderen Planeten die Erde. Die jüngste Aufnahme dieser Art zeigt ein merkwürdiges Objekt auf der Rückseite des Mondes. Es wurde im Rahmen der chinesischen Mondmission ausfindig gemacht. Dazu, worum es sich handeln könnte, gibt es bereits Vermutungen. Der Spitzname, den das Objekt erhalten hat, deutet jedoch auf ein noch bestehendes Rätsel hin.

Mond-Rückseite: China entdeckt „mysteriöses Haus“

Im Fokus von Chinas Mondmission steht die Rückseite des Mondes. Mit dem Rover Yutu-2 ist das Land bereits seit Anfang 2019 zu Forschungszwecken auf dem Erdtrabanten unterwegs. Dieser wiederum ist Teil der Chang’e-4-Mondlandungsmission. Mehr als zwei Jahre nach Beginn hat der Mond-Rover jetzt ein quadratisch erscheinendes Objekt in der Ferne ausfindig gemacht.

In einem Social-Media-Post des Programms „Our Space“ der chinesischen National Space Administration (CNSA) ist die Rede von einem „mysteriösen Haus“. Dass dies doch eher spielerisch gemeint ist, zeigen die weiteren Spekulationen über dessen Herkunft und Identität:

„Ist es ein von Aliens nach einer Bruchlandung erbautes Zuhause? Oder ist es das Pionierraumschiff der vorangegangenen Mondforscher?“

CNSA/Weixin (via ScienceAlert)

Auch der für SpaceNews und Space.com tätige Journalist Andrew Jones berichtete auf Twitter über jenes räteslhafte Objekt auf der Oberfläche. Dazu schreibt Jones:

„Ah. Wir haben ein Update von Yutu-2 auf der Rückseite des Mondes, einschließlich eines Bildes von einem würfelartig geformten Objekt am nördlichen Horizont ~80m vom Rover entfernt im Kármán-Krater. Bezeichnet als „神秘小屋“ („mysteriöses Haus“), die nächsten 2-3 Mondtage werden damit verbracht, näher zu kommen und es zu untersuchen.“

Twitter/@AJ_FI

Das steckt hinter dem Fund auf der Mond-Rückseite

Worum es sich bei dem Objekt wirklich handelt, dürfte sich im weiteren Verlauf der Forschungen schnell herausstellen. In den meisten Fällen sind solche Funde am Ende aber oft unspektakulärer als auf den ersten Blick zu erkennen ist. Vermutlich handelt es sich dabei um eine zufällige Gesteinsformation, die womöglich durch einen Einschlag entstanden ist.

Dass es bis dahin zwei bis drei Monate dauern kann. liegt unter anderem daran, dass der Mond-Rover während der lunaren Nacht, die zwei Wochen andauert, sowie wenn die Sonne direkt über ihm steht, runterfährt. Zudem muss Yutu-2 langsam fahren, um sich sicher durch die Kraterlandschaft zu navigieren.

Spannend sind Funde dieser Art aber dennoch, so wie auch die bisherigen im Rahmen von Chinas Mondmission gemachten Entdeckungen. Schon im Juli 2019 konnte Yutu-2 ein seltsames „Gel“ in einem Mondkrater ausfindig machen.

Quellen: Twitter/@AJ_FI, ScienceAlert, Weixin/CNSA

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