Vor allem im Kontext der Klimakrise wird ein Thema häufig diskutiert: Überbevölkerung. Sie führe vor allem in ärmeren Regionen der Welt zu nicht unwesentlichen Problemen, heißt es immer wieder. Doch handelt es sich bei ihr tatsächlich um das alles überschattende Übel? Dem Tesla-CEO Elon Musk zufolge ist das genaue Gegenteil der Fall.

Elon Musk: Daran wird die „Zivilisation zerbrechen“

Dass „die Bewegung, aus Angst vor dem Klimawandel keine Kinder zu bekommen, wächst“, bestätigten Analyst:innen von Morgan Stanley schon im Juli. Diese Angst wirke sich „schneller auf die Geburtenraten aus als jeder andere Trend im Bereich des Geburtenrückgangs“, zitiert CNBC. Auch Elon Musk scheint sich dieser Problematik bewusst zu sein. Beim jährlichen CEO Council des Wall Street Journal erläuterte der Unternehmer seinen Standpunkt.

„Ich denke, eine der größten Gefahren für die Zivilisation ist die niedrige Geburtenrate und die schnell sinkende Geburtenrate. Und doch denken so viele Menschen, auch intelligente Menschen, dass es zu viele Menschen auf der Welt gibt und dass die Bevölkerung außer Kontrolle gerät. Es ist genau das Gegenteil der Fall. Schauen Sie sich bitte die Zahlen an – wenn die Menschen nicht mehr Kinder bekommen, wird die Zivilisation zerbrechen, merken Sie sich meine Worte.“

Elon Musk (via Wall Street Journal)

Auch Informationen der Weltbank bestätigen diese Befürchtung. Eine Grafik der multinationalen Entwicklungsbank zeigt, dass die weltweite Geburtenrate seit 1963 stetig abnimmt.

„Es ist wichtig, dass wir sterben“

Angestoßen wurden die lauten Überlegungen des Unternehmers durch eine Frage zum geplanten Tesla Bot. Er könne „mit der Zeit ein allgemeiner Ersatz für menschliche Arbeit“ werden, so Musk. Zugleich warnte er aber auch vor dem Bestreben, „super lange“ zu leben.

„Ich denke, es ist wichtig, dass wir sterben, denn die meisten Menschen ändern ihre Meinung nicht, sie sterben einfach. Wenn sie ewig leben, könnten wir eine sehr verknöcherte Gesellschaft werden, in der neue Ideen keinen Erfolg haben.“

Elon Musk (via Wall Street Journal)

Er habe sich dabei nicht über das Älterwerden lustig gemacht. Stattdessen habe er sagen wollen, dass Menschen in sehr wichtigen Positionen über „genügend Geistesgegenwart und kognitive Fähigkeiten“ verfügen müssen. Nur so könnten sie Entscheidungen, die für die Sicherheit ihres Landes entscheidend sind, gut treffen. „Denn das ganze Land hängt von ihnen ab.“

Quellen: CNBC; The Wall Street Journal; The World Bank

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