Egal ob mit dem Stabsauger oder dem Wischmob, meist mehrmals die Woche sagen wir dem Hausstab in unseren Wohnungen und Häusern den Kampf an. Hast du dich dabei auch schon einmal gefragt, was genau du da eigentlich gerade vom Boden saugst? Wissenschaftler stellen sich diese Frage jedenfalls und beginnen erst jetzt richtig zu verstehen, woraus der Schmutz in unseren vier Wänden tatsächlich besteht.

Hausstaub: So ekelhaft ist er wirklich

Es ist ziemlich erstaunlich, dass die Wisseschaft bis jetzt noch relativ wenig über die Zusammensetzung von Hausstaub weiß. Dabei wäre es für uns alle nur von Vorteil, wenn wir besser über seine Beschaffenheit Bescheid wüssten. Schließlich verbringen wir nicht nur viel Zeit in unserem Zuhause – auch unsere Arbeitsplätze befinden sich meist in geschlossenen Räumen und sind ebenfalls mit Staub belastet. Kurzum: Wir können dem Hausstaub kaum entfliehen.

Der amerikanische Geochemiker Gabriel Filippelli beschäftigt sich seit einiger Zeit schon mit Umwelteinflüssen, denen ein Individuum ein Leben lang ausgesetzt ist. Diese Umwelteinflüsse werden als „Exposom“ bezeichnet. Zu deinem Exposom zählen beispielsweise Dinge wie passiv eingeatmeter Zigarettenrauch als Baby oder Feinstaub in Kindheitstagen, wenn du etwa in einer großen Stadt oder in der Nähe einer Industrieanlage aufgewachsen bist.

Hausstaub als großer Bestandteil von Umweltbelastung

Auch Hausstaub ist ein großer Bestandteil des Exposoms. Welche Partikel wir dabei täglich durch die Luft aufnehmen, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Um genauer zu verstehen, woraus der feine Staub besteht der unsere Wohnräume verschmutzt, untersucht Filippelli im Rahmen seines Projekts „360 Dust Analysis“ die Inhalte von Staubsaugerbeuteln, die ihm und seinen Kollegen von Bürgern zur Verfügung gestellt werden.

Das Erstaunliche: Ein Drittel des Hausstaubs entsteht innerhalb deines eigenen Zuhauses. Die Zusammensetzung des feinen Staubs variiert von Haus zu Haus und hängt von Faktoren wie dem Alter des Gebäudes, dem vorherrschenden Klima oder deinen Putzgewohnheiten ab.

Menschen an Entstehung des Staubs beteiligt

Du bist aber in jedem Fall an der Erzeugung des Staubs beteiligt. Hast du ein Haustier, so trägt auch dieses dazu bei. Abgelöste menschliche Hautzellen finden sich nämlich ebenso in den Proben wie Hautzellen von Haustieren, die sogenannten Schuppen, und Hausstaubmilben, die sich von eben diesen Hautzellen ernähren – beides kann beim Menschen übrigens für allergische Reaktionen sorgen.

Auch „einige zersetzte Insekten, Speisereste, Fasern von Teppichen, Bettzeug und Kleidung sowie Feinstaub vom Rauchen und Kochen“ finden sich in dem ekelhaften Mix wieder, wie Filippelli schreibt. Wem das doch nicht reicht: Auch Chemikalien, die sich etwa in unserer Kleidung oder in unseren Möbeln befinden, haben einen Anteil am Hausstaub.

Wearables helfen der Wissenschaft

Derzeit laufen zahlreiche Studien, die die potenzielle Giftigkeit dieser Chemikalien für den Menschen untersuchen. Wissenschaftler entwickeln dafür neue Techniken, bei denen Wearables zum Einsatz kommen, um zu überprüfen, ob und wie viel von diesen schädlichen Stoffen am Ende tatsächlich im menschlichen Körper landen.

Doch die Gefahren kommen auch von Außen: Zwei Drittel deines Hausstaubs stammen nämlich aus der Umwelt. Du beförderst ihn etwa mit deinen Schuhen oder deiner Kleidung in deine vier Wände. Deine Haustiere spielen hier wieder eine Rolle – denn an ihren Pfoten und ihrem Fell tragen auch sie Schmutz und Staub in dein Zuhause.

Diese Tipps können deine Hausstaub-Belastung reduzieren

Wie du siehst, gibt es viele Gründe für den Hausstaub in deiner Wohnung. Er besteht aus vielen verschiedenen Stoffen, einige von ihnen sind möglicherweise sogar schädlich für deine Gesundheit. Der Forscher gibt daher Tipps, mit denen man die Belastung zumindest ein wenig reduzieren könne.

  1. Ziehe Kleidung wie Jacken nach Möglichkeit aus, bevor du dein Zuhause betrittst und lagere sie außerhalb
  2. Ziehe deine Schuhe aus, bevor du deine Wohnung betrittst. Schuhsohlen tragen ganz besonders viel Dreck in deine Wohnung.
  3. Vermeide es innerhalb deiner Wohnung solche Schuhe zu tragen, die du bereits draußen angezogen hast

Mit diesen Ratschlägen wirst du die Belastung durch Schmutz und Staub natürlich nicht komplett verhindern können. Zumindest reduzieren kannst du sie dadurch jedoch. Und wer weiß: Vielleicht musst du so auch weniger häufig zum Staubsauger greifen. Wenn du ohnehin kein Putzteufel bist, lass das doch einen Roboter für dich erledigen: Wir haben den iRobot Roomba i7+ für dich getestet. Mit diesen sieben Tipps holst du alles aus deinem Staubsaugroboter heraus.

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