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Sensation! Astronomen entdecken Aufregendes im All – eine neue zweite Erde?

Forscher suchen nach einer zweiten Erde. Haben sie sie in diesem Exoplaneten jetzt gefunden?
Forscher suchen nach einer zweiten Erde. Haben sie sie in diesem Exoplaneten jetzt gefunden?
Foto: iStock/Trifonov_Evgeniy
Astronomen haben mal wieder eine erstaunliche Entdeckung im All gemacht: gleich drei Exoplaneten, von denen einer möglicherweise von Menschen bewohnbar sein könnte.

Forscher sind seit längerem auf der Suche nach einer möglichen neuen Heimat für die Menschheit. Immer neue Entdeckungen fördern Exoplaneten zu Tage, die ein solches Potenzial bieten könnten. Nun sind Astronomen wieder einmal in heller Aufregung – wegen eines neu erspähten Planetensystems, das genau diese Hoffnung möglicherweise enthält: eine neue, zweite Erde.

Darum ist der Mars rot und tot und die Erde blau und lebendig
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Zweite Erde entdeckt? Astronomen staunen über neue Exoplaneten

Ein internationales Forschungsteam hat in Kooperation mit der Universität Göttingen gleich drei neue Exoplaneten entdeckt. Im Sternbild Wasserschlange (Hydra) wurden sie entdeckt. Sie umkreisen den 31 Lichtjahre entfernten Stern GJ 357, der ein Drittel der Masse und Größe unserer Sonne besitzt. Das teilte die Universität am Mittwoch mit.

Nachdem das NASA-Teleskop TESS bereits im Februar 2019 den Stern entdeckt hatte, stieß man auf die Existenz eines Exoplaneten, GJ 357 b, der etwa 22 Prozent größer als die Erde ist, allerdings auf der Oberfläche eine Hitze von schätzungsweise 250 Grad Celsius aufweist. Er wurde daher als "heiße Erde" bezeichnet – kein möglicher Lebensraum für Menschen.

Nicht zu heiß ist es hier

Nun kam es noch besser: Das Forschungsteam konnte nicht nur die Existenz von GJ 357 bestätigen, sondern auch zwei weitere Signale von Exoplaneten empfangen: GJ 357 c und GJ 357 d. Letzterer ist dabei besonders interessant, denn er befindet sich weit genug von dem Stern weg, dass er nicht zu heiß sein und damit gute Lebensbedingungen haben dürfte.

Er ist sechsmal größer als die Erde und umkreist den Stern in 55,7 Tagen. Im Vergleich erhält er in etwa so viel Energie von seinem Stern wie der Mars von der Sonne. "Wenn der Planet eine dichte Atmosphäre hat, die in zukünftigen Studien bestimmt werden muss, könnte er genügend Wärme einfangen, um den Planeten zu erwärmen und flüssiges Wasser auf seiner Oberfläche zuzulassen", schreiben die Forscher. Ihre Ergebnisse erschienen in dem Fachmagazin Astronomy & Astrophysics.

Exoplaneten sind aktuell eines der wichtigsten Forschungsgebiete für Astronomen. So sorgte auch eine weitere Entdeckung des NASA-Planetenjägers TESS für Aufregung: eine mögliche "Super-Erde". In Zukunft brauchen wir schließlich Alternativen, wenn der Weltuntergang durch Hitzewelle und Klimawandel bevorstehen sollte. Auch dieser sterbende Stern zeigt das Ende unserer Erde.

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