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Jeff Bezos' geheime Raumfahrtpläne: 5 Fakten zu Blue Origin, die dich überraschen werden

Amazon-Chef Jeff Bezos gründete Blue Origin im Jahr 2000.
Amazon-Chef Jeff Bezos gründete Blue Origin im Jahr 2000.
Foto: APA/AFP/BLUE ORIGIN/HO
Mit Blue Origin startet auch Amazon-Gründer Jeff Bezos ins All – jedoch um einiges diskreter als Elon Musks mit SpaceX. Wir bergen fünf verborgene Fakten für dich.

Elon Musk macht mit seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX regelmäßig auf sich aufmerksam. Die Öffentlichkeit verfolgt es genau, wenn eine Rakete startet oder ein Frachter abstürzt. Mehr im Verborgenen arbeitet Amazon-Chef Jeff Bezos mit seinem Raumfahrtprogramm Blue Origin. Doch was er damit erreicht, ist deshalb nicht minder wertvoll. Wir graben die fünf wichtigsten Fakten für dich aus.

Blue Origin: Das kann Jeff Bezos' Raumfahrtfirma

Wusstest du, dass Jeff Bezos sein Raumfahrtunternehmen bereits im Jahr 2000 gegründet hat? Das war nur sechs Jahre nach seiner Gründung von Amazon. Seither hat sich Blue Origin quasi im Geheimen zu einem wichtigen Player in der Raumfahrtszene entwickelt, größtenteils finanziert von Bezos selbst. Immerhin ist er der reichste Mann der Welt. Profitabel ist es damit natürlich noch lange nicht. Wie er es trotzdem schaffen will und was das Unternehmen auf der Erde und im Weltall vorhat, erfährst du hier.

#1 Bezos bezahlt

Blue Origin lebt größtenteils von den Finanzspritzen von Bezos selbst. Dafür stößt er immer wieder seine eigenen Amazon-Aktien ab. Zuletzt ließ er einen Geldbetrag von 1,8 Milliarden Dollar frei, das ist in etwa so viel wie das jährliche Budget der indischen Raumfahrtbehörde ISRO.

#2 Ab ins All

Was genau Blue Origin vorhat, ist relativ unklar. Ja, er will ins All. Schließlich ist Bezos ein wahrer "Star Trek"-Fan. Von Sci Fi-Autoren wie Gerard K. O'Neill hat er gelernt, dass die Erde ihre Ressourcen aus dem Sonnensystem beziehen und die Industrie ins Weltall verlagert werden könnte. Damit sei der blaue Planet nur noch ein Wohn-Planet. Die Zukunft der Menschheit sieht Bezos seinen Vorbildern folgend in der Schwerelosigkeit.

#3 Recycling ist alles

Lange wurden in der Raumfahrt nur einmal verwendbare Raketen eingesetzt. Das sorgte für immense Kosten und ordentlich Weltraumschrott. Wie SpaceX setzt auch Blue Origin auf wiederverwendbare Spaceshuttles nach dem Vorbild des senkrecht landenden Delta-Clipppers DC-X. Dieser absolvierte in den 1990er Jahren erfolgreiche Tests und wurde schließlich von der NASA übernommen. Blue Origin verpflichtete viele ehemalige DC-X-Ingenieure und baute nach und nach eine eigene Testplattform für Raketen und Triebwerke.

Forscher versuchen, das Tor zu einem zweiten Universum zu öffnen
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#4 Diskretion – bis zur Explosion

Lange werkelte Blue Origin im stillen Kämmerlein an seinen Produkten. Das änderte sich abrupt, als eine Blue Engine 2 bei einem Testflug 2011 in Flammen aufging. 14 Kilometer über dem Boden verlor die Leitstelle die Kontrolle und musste die Rakete sprengen. Die Explosion war weithin sichtbar und machte weltweite Schlagzeilen. Vorbei war es seinerzeit mit der Diskretion. Trotzdem achtet das Unternehmen auch heute noch darauf, nicht zu viele Informationen an die Öffentlichkeit zu lassen.

#5 Bezos will Internet für alle

Ähnlich wie es die Starlink-Konstellation von SpaceX begonnen hat, will auch Jeff Bezos' Amazon: eine bessere Internetversorgung auf der Erde. Blue Origin soll dafür 3.000 Satelliten in den Orbit schießen. Das Projekt nennt sich Kuiper.

Blue Origin: "Langsam, aber unaufhaltsam"

Es bleibt also spannend im Wettbewerb um das Weltall. Dass Bezos mit Blue Origin mehr im Hintergrund agiert, macht das Unternehmen und seine Aktivitäten keineswegs bedeutungslos. Im Gegenteil.

Das Motto der Firma ist schließlich "Gradatim ferociter", was frei übersetzt "Langsam, aber unaufhaltsam" bedeutet. Mit SpaceX und der NASA hat Blue Origin auch das Rennen auf den Mars begonnen. Daneben plant Bezos mit Blue Moon auch die Rückkehr zum Mond. Sieh dir hier die neue Raumkapsel von Blue Origin an.

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