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Weltuntergang? Schwarze Löcher könnten die Erde wie tödliche Geschosse treffen

Mo, 05.08.2019, 17.31 Uhr

Schwarze Löcher: Die wichtigsten Fakten zu den mysteriösen Riesen

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Ein Schwarzes Loch könnte unverhofft die Erde verschlucken. Zumindest sollen sich Unmengen der Objekte mit erschreckender Geschwindigkeit durch das All bewegen.

Bisher ist nicht komplett geklärt, wie ein Schwarzes Loch entsteht. Eine Theorie besagt jedoch, dass ein solches Objekt aus der Explosion von Neutronensternen, also einer sogenannten Supernova, hervorgehen könnte. Mit dramatischen Folgen wie Wissenschaftler nun herausgefunden haben wollen, denn die Objekte werden mit enormer Geschwindigkeit durch das Universum geschleudert und könnten rein theoretisch auch die Erde treffen und zum Weltuntergang führen.

Video: Schwarze Löcher rasen durch das Universum

Schwarzes Loch als Weltuntergang-Szenario

Aktuellen Untersuchungen zufolge sollen Explosionen, durch die ein Schwarzes Loch entsteht, solche Wucht besitzen, dass sie die Objekte am Ende mit unfassbarem Tempo durch das Universum schießen.

Dabei ist die Rede von 70 Kilometern pro Sekunde, also von erschreckenden 252.000 Kilometern pro Stunde. Das würde bedeuten, dass sich potenziell Millionen Schwarze Löcher wie Geschosse durch das Universum bewegen. Für uns auf der Erde könnte eine Begegnung mit einem hochbeschleunigten Schwarzen Loch tödliche Folgen haben. Der Weltuntergang wäre damit gewiss.

Und das ist nicht die einzige Bedrohung. Erst kürzlich wurde ein Schwarzes Loch entdeckt, das die Masse von 40 Milliarden Sonnen und das Potenzial besitzen soll, das ganze Sonnensystem zu schlucken.

Sichtbare Beweise für Schwarze Löcher als tödliche Geschosse

Gegenüber ScienceAlert bestätigte der Astronom Pikky Atri von der Curtin Universität und dem Internationalen Zentrum für Radioastronomie-Forschung (ICRAR), dass die Studie erste sichtbare Beweise liefere, dass sich ein Schwarzes Loch mit hoher Geschwindigkeit im Universum bewegen kann. Er verknüpft dies mit dem Kick, den Schwarze Löcher bei ihrer Geburt erhalten.

Besagte Untersuchung stützt sich bei ihren Aussagen auf 16 Schwarze Löcher in Binärsystemen. Diese sind im Universum leichter aufzuspüren als ein normales Schwarzes Loch, weil sie sich aktiv von dem anderen Stern ihres Systems "ernähren" und die umherschwebende Materie starke Röntgenstrahlen und Radiowellen abgibt.

Sobald diese entdeckt werden, lässt sich auch das Verhalten eines Schwarzen Lochs innerhalb des Universums nachvollziehen. Ein internationales Team aus Forschern hat auf dieser Grundlage versucht, die Geschichte der 16 Schwarzen Löcher nachzustellen.

Gegenwärtig keine akute Weltuntergang-Gefahr für die Erde

Obwohl sich Millionen beschleunigter Schwarzer Löcher mit enormer Geschwindigkeit durch das Universum bewegen, soll für die Erde jedoch gegenwärtig kein akutes Risiko bestehen, sagen die Forscher. Das nächste Schwarze Loch dieser Art befinde sich über 6.500 Lichtjahre von uns entfernt. Das sei "sehr, sehr weit weg", so Atri. Es gäbe also keinen Grund zur Annahme wir würden in naher Zukunft von einem Schwarzen Loch eingesaugt und mit dem Weltuntergang konfrontiert.

Wie es in ferner Zukunft aussieht, ist dagegen nicht klar. Immerhin bescheinigen andere Experten den Objekten die Fähigkeit, nicht nur den Weltuntergang, sondern als Schwarzes Loch gleich das Ende des Universums bewirken zu können. Die Menschheit wird es dann aber höchstwahrscheinlich schon nicht mehr geben. Womöglich sorgen wir nämlich schon vorher eigenständig für unser Ableben und den Weltuntergang durch Klimawandel.

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