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Leben auf dem Mars: Mysteriöse Merkmale an der Oberfläche bekommen unverhofft Aufmerksamkeit

Mo, 05.08.2019, 16.59 Uhr

Der Mars: NASA, SpaceX & Co. auf Jagd nach dem Roten Planeten

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Die Suche nach Leben auf dem Mars geht weiter. Jetzt rückt ein Detail unverhofft in den Fokus, das bisher kaum Beachtung gefunden hat.

Nach außeriridischem Leben und insbesondere Leben auf dem Mars sucht nicht nur die NASA schon seit geraumer Zeit. Dabei werden immer wieder vielversprechende Entdeckungen gemacht, die dem Rätsel irgendwann auf die Spur kommen könnten. Jetzt allerdings rückt ein bisher kaum beachtetes Merkmal der Mars-Oberfläche in den Fokus, das die offenen Frage vielleicht beantworten kann.

Leben auf dem Mars: Diese winzigen Details könnten eine große Frage beanwtorten

Wie intensiv die Suche nach Leben auf dem Mars auch international betrieben wird, zeigt der Fakt, dass NASA und ESA im kommenden Jahr neue Rover auf den Roten Planeten schicken werden, um Beweise dafür aufzuspüren. Dass es sich lohnen kann, ist auch bekannt. So konnte die NASA dank des Mars-Rovers das bisher größte Methan-Vorkommen ausfindig machen. Dessen nähere Untersuchung führt in Bezug auf Leben auf dem Mars zu einer Überraschung.

Was jetzt aber näher analysiert werden soll, ist bisher eher unbeachtet geblieben. Winzige Flecken auf der Mars-Oberfläche, die Aufschluss darüber gegen, dass Mikro-Meteoriten eingeschlagen sind. Diese könnten wie Asteroiden Leben auf andere Planeten bringen.

Wichtig ist hierbei, Orte auf dem Mars ausfindig zu machen, an denen essentielle Nährstoffe mit Wasser zusammengetroffen sind. Nährstoffe wie Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Phosphor und Schwefel, ohne die auch Leben auf dem Mars nicht möglich gewesen wäre, können über Meteroiteneinschläge auf den Roten Planeten übertragen worden sein. Dessen Kruste selbst ist nämlich wenig nährstoffreich.

Mikro-Meteoriten auf dem Mars

Untersucht wurde daher zunächst, wie viel kosmischer Staub von Kometen und Asteroiden einen Eintritt in die Atmosphäre des Mars überleben und in Form von Mikro-Meteoriten einschlagen würde. Mehr noch als große Partikel konnten auf dem Mars jene Staubbestandteile nachgewiesen werden, die 0,1 bis 0,2 Millimeter im Durchmesser aufweisen.

Jene Mikro-Meteoriten, die nicht oder nur zum Teil geschmolzen sind, versorgen die Mars-Oberfläche durch ihre Ablagerung mit komplexen Kohlenstoffen, die essentielle Bausteine für potenzielles Leben auf dem Mars darstellen, so den Forschern zufolge. Dazu kämen Mineralien, die als Energiequelle für primitive Mikroben dienen.

2020 werden der neue NASA-Rover und der Mars-Rover der ESA im sogenannten Jezero-Krater beziehungsweise auf der Ebene Oxia Planum landen, die beide als wasserreiche Umgebung gelten. Mikro-Meteoriten in der Nähe könnten es Leben auf dem Mars erlaubt haben, dorthin zu migrieren und dort zu bestehen. Genauere Untersuchungen werden dann ab 2020 zeigen, ob sich solche Vermutungen bestätigen lassen.

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