Science 

Ist Planet 9 doch noch irgendwo da draußen?

Planet 9 spaltet die Forscher. Gibt es ihn wirklich? Das spricht dafür. (Symbolbild)
Planet 9 spaltet die Forscher. Gibt es ihn wirklich? Das spricht dafür. (Symbolbild)
Foto: imago images / Panthermedia
Die Existenz eines mysteriöse Planet 9 ist eine der hitzigsten Debatten in der Wissenschaft. Wir sagen dir, was wirklich dran ist.

Schon seit einiger Zeit glauben einige Forscher, dass sie Beweise für die Existenz eines neunten Planeten in unserem Sonnensystem gefunden haben. Bisher konnte der ominöse Planet 9 allerdings nicht gesichtet werden. Was würde ein weiterer Planet für uns bedeuten?

Das All fasziniert Forscher, Bürger und mächtige Unternehmen.
Das All fasziniert Forscher, Bürger und mächtige Unternehmen.

Was und wo ist Planet 9?

Planet 9 ist ein hypothetischer neunter Planet in unserem Sonnensystem. Jetzt fragst du dich: Halt, Moment. Der neunte Planet ist doch Pluto? Nein, denn seit 2006 gehört Pluto nicht mehr zu unseren vormals neun Planeten, sondern trägt jetzt den Status eines sogenannten Zwergplaneten. Planet 9 ist hingegen ein gigantischer Planet der knapp 56 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt vermutet wird.

Die Theorie eines neunten Planeten wurde entwickelt um zu erklären warum einige Objekte der Neptunbahn sich anders, als gewöhnlich verhalten und unerklärliche Auffälligkeiten aufweisen. Er soll knapp zehnmal so groß sein, wie die Erde.

Planet 9: Das spricht für die Existenz

Wie bereits oben erwähnt, fiel Forschern auf, dass es Objekte in unserem Sonnensystem gibt, deren Umlaufbahnen von der Norm abweichen. 2012 stellte Rodney Gonmes als Erster die hypothetische Existenz eines neunten Planeten auf. Diese Objekte sind zum Beispiel die Sednoide. Sie weichen zwischen elf bis 30 Grad von ihrer erklärbaren Umlaufbahn ab.

Bis heute wurden durch weitere Forschungen 15 Himmelskörper gefunden, die eine ungewöhnliche Umlaufbahn aufweisen und die Theorie bestätigen könnten. Das Problem, so "Planet 9"-Forscher Scott Shepard, sei dass man jenseits des Kuipergürtels eigentlich kaum noch Objekte erkennen könne, da die Sonne zu weit entfernt ist, um diese Objekte anzustrahlen. Er ist von der Existenz des Planet 9 allerdings überzeugt.

Im März 2019 veröffentlichte Forscher des Institute Of Technology Calofornia ihre Ergebnisse. Sie gehen davon aus, dass Planet 9 innerhalb der nächsten zehn Jahre gefunden werden kann mit den Daten, die vorliegen. Bereits seit 2017 ist auch die NASA auf der Suche nach dem Planeten und veröffentlichte dazu ein Spiel in der Laien sie bei der Suche nach Planet 9 unterstützen können, indem sie Bilder des Weltraumteleskops auswerten.

Planet 9: Das sagen die Skeptiker

Astrophysikerin Ann-Marie Madigan von der University of Colorado Boulder ist der Meinung, dass sich die abweichenden Umlaufbahnen durch einen von ihr beobachteten Effekt namens "kollektive Gravitation" erklären lässt. Ihr Fachgebiet ist nicht unser Solarsystem, sondern weit entfernte Sterne und ihr Verhalten zu schwarzen Löchern.

Sie hat beobachtet, dass Sterne, trotz ihrer kleinen Größe im Vergleich zum schwarzen Loch, zusammen eine sehr große gemeinsame Gravitationskraft besitzen, die sogar den vom schwarzen Loch festgelegten Orbit verändern könne. Ähnliche können kleine Objekt, wenn sie zusammen eine große Masse ergeben, ihren eigentlichen Orbit beeinflussen.

Möglich wäre diese Theorie, wenn die Objekte zusammen ungefähr die Größe des hypothetischen Planet 9 ergeben. Um diese Theorie zu beweisen müssten aber noch weitere Objekte aus dieser "kollektiven Gravitations"-Wolke gefunden werden.

Was würde Planet 9 für uns bedeuten?

Aufgrund seiner extremen Distanz zur Sonne ist der Planet für uns absolut unbewohnbar. Um einmal die Sonne zu umrunden braucht er knapp 27 Millionen Jahre, ein Planet 9-Jahr würden wir also nicht überleben. In diesem Planet 9-Jahr durchläuft er einmal den Kuipergürtel und muss Asteroiden-Einschläge ertragen. Noch dazu wäre der Himmel für mehrere Erdenjahre verdunkelt.

Sollte Planet 9 jemals die Umlaufbahn der Erde kreuzen, dann würden wir das auf keinen Fall überleben. Die Chance auf sich überschneidende Umlaufbahnen sei aber frühesten sei 16 Millionen Jahren denkbar, so Astrophysiker Professor Whitmire.

Wenn du von den Mysterien des Alls nicht genug bekommen kannst, solltest du diese fünf Weltall Mysterien kennen. Diese gibt es übrigens auch auf unserer Erde. Bis heute konnten beispielsweise die Nazca-Linien nicht erklärt werden. Und auch das Rätsel um das "Nichts" im Weltall hält Wissenschaftler weiter auf Trab.

Zu den Kommentaren
Neueste Videos auf futurezone.de

Neueste Videos auf futurezone.de

Beschreibung anzeigen