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Wie entsteht ein Tsunami? Die Antwort wird dir eine Gänsehaut bereiten

Wie entsteht ein Tsunami? Diese Frage können wir dir beantworten.
Wie entsteht ein Tsunami? Diese Frage können wir dir beantworten.
Foto: iStock/dmelnikau
Bei einem Tsunami handelt es sich um eine Riesenwelle, die für Chaos und Verderben sorgen kann. Doch wie entsteht eigentlich ein Tsunami?

"Große Welle im Hafen": Dafür steht das Worte Tsunami. Japanische Fischer haben den Namen geschaffen, als sie ihr Dorf völlig verwüstet vorgefunden haben. Es ist nicht ungewöhnlich, dass der Begriff für die Riesenwelle aus Japan stammt, denn dort kommt es recht häufig zu Tsunamis. Doch wie entsteht ein Tsunami eigentlich?

Wie entsteht ein Tsunami? Der Ursprung liegt in der Tiefsee

2011 kam es zu einem Tsunami an der japanischen Küste. Damals kostete diese Naturkatastrophe über 18.000 Menschen das Leben. Fast eine halbe Millionen Menschen wurden dadurch obdachlos. Doch damit war das noch nicht alles: Diese Riesenwelle sorgte damals auch für die Atomkatastrophe in Fukushima. Doch wie kam es eigentlich dazu? Wie entsteht ein Tsunami?

Eine berechtigte Frage, wenn man sieht, was für Folgen eine solche Riesenwelle nach sich ziehen kann. Wenn man wissen möchte, wie ein Tsunami entsteht, gibt es nicht die einzige richtige Antwort darauf. Denn um eine solche Welle auszulösen, die für Zerstörung und Tod sorgt, gibt es verschiedene Optionen:

  • Erdbeben
  • Erdrutsche
  • Vulkanausbrüche
  • Nuklearexplosionen
  • Meteroriteneinschläge

Ein Tsunami ist auf hoher See eher harmlos

Eines haben diese Auslöser aber alle gemeinsam: Sie erschüttern den Meeresboden. Damit unterscheiden sie sich von normalen Wellen. Bei ihnen bewegt sich das Wasser nur an der Meeresoberfläche. Ein Tsunami entsteht aber schon in den Tiefen der Meere, denn es geraten die tiefen Wasserschichten in Bewegung.

Es bedarf drei Voraussetzungen, dass eine solche Erschütterung des Meeresbodens aber auch wirklich in einen Tsunami endet:

  1. Das Seebeben muss mindestens der Stärke 7 auf der Richterskala entsprechen. Diese Stärke versetzt das Wasser um das Epizentrum in Schwingung.
  2. Das Zentrum des Seebebens darf nicht tiefer als 50 Kilometer unter der Wasseroberfläche ausgelöst werden.
  3. Der Meeresboden muss durch das Erdbeben in eine Bewegung von oben nach unten versetzt werden.

Sind diese drei Regeln erfüllt, entsteht auch ein Tsunami. Bis zu 900 Kilometer pro Stunde schnell breitet sich die Riesenwelle aus. Mit dieser Geschwindigkeit können sie innerhalb kürzester Zeit ganze Ozeane durchqueren. Entsteht ein Tsunami beispielsweise auf hoher See, wird dieser von Schiffen meistens nicht wahrgenommen. Warum? Die Wellen sind zwei bis drei Meter hoch und fallen gar nicht auf. Die Entfernung zwischen den Wellenkämmen kann über 150 Kilometer betragen, wenn ein Tsunami im tiefen Ozean entsteht.

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Wie entsteht ein Tsunami, der eine Gefahr für uns darstellt?

Die Auslöser für eine Riesenwelle, der uns Menschen gefährdet, sind die Gleichen wie auf hoher See. Der einzige Unterschied: Entsteht ein Tsunami in flachen Küstengewässern oder eine engen Bucht, wird die Welle etwas langsamer. Doch dafür wird die Welle umso größer. Sie kann eine Höhe von bis zu 40 Metern erreichen und dadurch ganze Landstriche verwüsten und Ortschaften ausradieren.

Die Form der Küste übt weiteren Einfluss auf die Gestalt des Tsunamis aus.

  • Die Riesenwellen kann dabei aus mehreren schnell ansteigenden und abfallenden Fluten bestehen. Das heißt eine Reihe schnell brechender Wellen.
  • In seltenen Fällen kann der bricht ein Tsunami in einer einzigen mächtigen Welle an der Küstenfront zusammen.

Eine Riesenwelle, die bis zu 40 Meter hoch werden kann, entwickelt eine unglaubliche Kraft. Da ist es kein Wunder, dass ein Tsunami oftmals nur für Zerstörung und Chaos sorgt, das weit bis ins Hinterland reicht.

Dort ist das Tsunami-Risiko am höchsten

An Orten, an denen die Aktivität der Erdkruste am größten ist, ist auch das Tsunami-Risiko am höchsten. Das betrifft vor allem die Region um den Pazifik. Es wird mit sogenannten Sensorbojen versucht eine solche Aktivität bereits frühzeitig festzustellen. So Warnung via Computer und Satellit an die betroffenen Gebiete ausgesandt werden.

Der größte Tsunami wurde am 27. August 1883 durch den Ausbruch des Vulkans Krakatau ausgelöst. Dieser war 30 Meter hoch und überrollte die Küste von Java und Sumatra. Es starben über 34.000 Menschen.

Wenn du dich gefragt hast, wie entsteht ein Tsunami, hast du nun die Antwort erhalten. Zwar mag eine solche Riesenwelle in Deutschland wohl eher unwahrscheinlich sein. Dafür sind Erdbeben in Deutschland keine Seltenheit. Dafür könnte ein tödlicher Asteroideneinschlag uns in einigen Jahren mit einem Tsunami auslöschen.

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