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Unheilbringende Stürme: Wie entsteht das katastrophale Unwetter in Deutschland?

Vor allem im Winter häufen sich Stürme in Deutschland. Sie können großen Schaden anrichten.
Vor allem im Winter häufen sich Stürme in Deutschland. Sie können großen Schaden anrichten.
Foto: iStock/TeamDAF
Stürme in Deutschland sind keine Seltenheit. Vor allem im Winter bilden sich Sturmtiefs, die in der Folge enorme Schäden anrichten. Doch wie entsteht ein Sturm eigentlich?

Vor allem im Winter entstehen viele Sturmtiefs über dem Atlantik. Oftmals ziehen sie dann nach Mitteleuropa. So kommt es auch zu vielen Stürmen in Deutschland. Tatsächlich gibt es aber zwei Arten von Stürmen. Wir verraten dir, wie ein Sturm entsteht.

Stürme in Deutschland: Wie kommt es dazu?

Es braucht gar nicht lang, damit ein Sturm entsteht. Aus einem schwachen Sturm kann auch schnell ein gewaltiger Orkan werden. Sie sind unberechenbar und können daher eine Menge Schaden anrichten. Auch Stürme in Deutschland kommen häufig vor – und das nicht nur im Winter. Wie sich das gewaltige Unheil zusammenbraut, erklären wir dir.

Stürme in Deutschland treffen weitestgehend im Winterhalbjahr zu. Sie entwickeln sich über dem Nordatlantik, wenn zwei Arten von Luftmassen aufeinandertreffen:

  1. Die kalte und trockene Luft, die vom Nordpol kommt und
  2. die feuchte warme Tropenluft, die vom Äquator herströmt.

Kalte und warme Luft trifft aufeinander

Bei diesem Zusammentreffen der Luftmassen werden die beiden Arten nicht automatisch vermischt, sondern gleiten aneinander vorbei. Daraus entsteht die sognannte Polarfront mit den Jetstreams, die die gesamte Nordhalbkugel wellenförmig umzieht. Wie du vielleicht noch aus dem Schulunterricht weißt, hat warme Luft eine geringere Dichte als kalte Luft und stiegt deswegen entlang der Kaltfront auf.

An dieser Grenze, wo die beiden Luftarten aufeinandertreffen, bilden sich die meisten Tiefdruckgebiete, die auch die Stürme in Deutschland beeinflussen. Nun kommt die Corioliskraft ins Spiel, die durch die Erdrotation besteht: Das bedeutet, dass jede der Luftmassen quer zu ihrer Bewegungsrichtung abgelenkt wird. Die Massen werden in eine Kreisbahn gelenkt und ein Wirbelsturm entsteht über dem Atlantik. Je größer der Temperaturunterschied der beiden Luftmassen ist, desto schneller wird der Sturm. Ab einer Geschwindigkeit von 117 Kilometern pro Stunde spricht man von einen Orkan.

Tornados: Das solltest du unbedingt tun, wenn der Sturm kommt
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Aber was löst einen Sturm aus?

Die Antwort ist ganz einfach: Wasserdampf. Das Wasser verdampft an der Wasseroberfläche und steigt mit der warmen Luft auf. Entsteht ein Tief in der Polarfront des Atlantik, kühlt die Luft nach dem Aufstieg wieder ab. Der Wasserdampf wird nicht mehr gehalten und kondensiert zu Tröpfchen. Durch diesen Vorgang werden große Energiemengen freigesetzt. Dadurch entsteht ein Sturm und auch die Geschwindigkeit wird beeinflusst.

So kommen die Stürme nach Deutschland

Winterstürme ziehen in einer Schneise von Frankreich nach Norwegen. So gelangen Stürme auch nach Deutschland. Die genaue Richtung ist nur wenige Stunden vor dem Sturm vorhersehbar, da ein sich Tief spontan fortbewegt. Zudem ist der Bereich, in dem der stärkste Wind herrscht, sehr schmal.

Meteorologen sprechen auch von Zyklogenese, wenn von der Entstehung eines Sturms gesprochen wird. Aufgrund des Klimawandels vermuten Experten in Zukunft auch immer heftigere Stürme, da die Polarluft wärmer wird, aber auch die Temperaturen des Meeres ansteigen. Daher wird noch mehr Wasserdampf freigesetzt. Solltest du in einen Tornado geraten, verraten wir dir, wie du dich verhalten solltest. Stürme in Deutschland sind nicht das einzige Wetterphänomen, das auftritt. Auch Erdbeben in Deutschland kommen häufiger vor, als du vermutlich geglaubt hast.

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