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Schimmel gegessen – und dann? So solltest du dich jetzt verhalten

Schimmel gegessen? Jetzt verfall nicht gleich in Panik.
Schimmel gegessen? Jetzt verfall nicht gleich in Panik.
Foto: iStock/nicoletaionescu
Manchmal merkt man gar nicht, dass man Schimmel gegessen hat. Deswegen musst du dir jedoch nicht gleich den Magen auspumpen lassen. Wir zeigen, was du stattdessen tun kannst.

Viele Menschen ekeln sich davor, schließlich sieht er nicht gerade lecker aus: Schimmel. Allzu leicht kann es jedoch passieren, dass du Schimmel gegessen hast. Was passiert dann? Und vor allem: Ist das ein Grund zur Panik? Gesundheitsexperten klären auf.

Schimmel gegessen, ab ins Krankenhaus – oder doch nicht?

Er ist der lästigste Störenfried im Haushalt: Schimmel. Weil an dieser Stelle nicht das weiße Pferd gemeint ist, geht es natürlich um die weiße, schaumige und einfach nur eklige Substanz, die sich besonders auf Lebensmitteln wohlfühlt. So passiert es schnell, dass wir ins Brot oder den Apfel beißen und erst später feststellen: Igitt, ich habe Schimmel gegessen.

Was ist dann zu tun? Das ist eine Frage, die viele beschäftigt. Ein kleiner Spoiler vorweg: Du musst sehr wahrscheinlich nicht ins Krankenhaus und dir den Magen auspumpen lassen. Denn dein Problem ist weniger dramatisch als du denkst.

Auf die Menge kommt's an

Ein guter Hinweis für alle, die gesund sind und ein funktionierendes Immunsystem haben: Ein bisschen Schimmel schadet dir nicht. Vermutlich wirst du sogar gar keine Symptome verspüren. Denn im Normalfall verdaut und scheidet dein Körper den verzehrten Schimmel von selbst aus. Trotzdem treten in einigen Fällen Erbrechen und Durchfall auf. Deshalb empfiehlt es sich im Allgemeinen nicht, Schimmel zu essen.

Etwas anders verhält es sich, wenn du größere Mengen Schimmel gegessen hast. Dann kann es sein, dass du stärkeren Durchfall und Erbrechen hast. Wenn noch dazu dein Immunsystem geschwächt ist, empfiehlt sich ein Besuch beim Arzt. Das gilt übrigens besonders bei Kindern, Schwangeren und Menschen mit ohnehin geschwächtem Immunsystem.

Die richtige Gefahr

Richtig gefährlich wird es aber nur, wenn du über einen längeren Zeitraum regelmäßig Schimmel isst, wie die Apotheken Umschau berichtet. Einige Schimmelpilzarten bilden nämlich giftige Mykotoxine. Diese Stoffwechselprodukte kann Leber und Nieren schädigen. Im schlimmsten Fall ist das sogar krebserregend und belastet dein Erbgut.

Vor allem von sogenannten Aflatoxinen gehen Gefahren aus. Diese finden sich zum Beispiel auf verdorbenen Nüssen, Mais und getrockneten Früchten. Das Erstaunliche: Weder durch Einfrieren noch durch Kochen lassen sie sich von den Lebensmitteln entfernen.

Schimmel gegessen: Das solltest du jetzt tun

Das Magazin Utopia hat Tipps zusammengetragen, die dir helfen werden, wenn du Schimmel gegessen hast. Um gleich die wichtigste zu nennen: nicht in Panik verfallen.

  • Viel trinken. Das hilft beim Verdauen.
  • Hast du größere Mengen Schimmel verzehrt, kannst du prophylaktisch Kohletabletten einnehmen. Die binden Giftstoffe und Keime und helfen dem Verdauungstrakt. Diese gibt es im Drogeriemarkt und in der Apotheke zu kaufen.
  • Beuge dem Schimmel am besten gleich vor, indem du Obst und Gemüse im Kühlschrank aufbewahrst und Lebensmittel sauber, trocken und kühl lagerst. Gib Biomüll regelmäig in die Biotonne. Lagere Brot trocken, luftig und nicht zu warm.

Schimmel vorbeugen und mehr für deine Gesundheit

Übrigens kann der Schimmelpilz Aspergillus tatsächlich krank machen, allerdings nur, wenn du ihn inhalierst und allergisch oder infektiös veranlagt bist. Das nennt sich dann Aspergillose. In den meisten Fällen bist du jedoch sicher, denn, wenn du kleine Mengen Schimmel gegessen hast, musst du einfach nur warten, bis er wieder ausgeschieden wird. Prävention ist sowieso das beste Mittel, also achte darauf, dass du deine Lebensmittel richtig lagerst.

Du willst mehr? So entfernst du Splitter richtig und deshalb hast du ständig Heißhunger. Außerdem kannst du bedenkenlos Leitungswasser trinken.

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