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Feuertornados: Äußert selten, aber tödlich – Forscher stehen vor einem Rätsel

Wetterphänomene
Fr, 14.02.2020, 16.54 Uhr

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Von Tornados hast du vermutlich schon gehört. Aber weißt du auch, was ein Feuertornado ist? Wir verraten dir, was hinter dem feurigen Phänomen steckt.

Sie wirbeln Feuer in Windgeschwindigkeit durch die Luft. Oft kommen Feuertornados nicht vor. Doch wenn sie entstehen, dann wird etwas wirklich gefährlich. Wir erklären dir, was es mit diesem feurigen Phänomen auf sich hat und wieso Feuertornados entstehen.

Der Feuertornado, eine tödliche Feuersäule

Wie wild rotiert ein Turm aus Feuer mit unglaublicher Geschwindigkeit von bis zu 100 Kilometer pro Stunde durch die Landschaft. Das System des Feuertornados beinhaltet einen brennenden Kern und einen Teil, der aus aus rotierender Luft besteht, sodass die Verbrennung auf längere Zeit fortgesetzt wird. Dieser Feuerteufel ist meistens bis zu einem Meter breit und kann bis zu 30 Meter hoch sein. Genau das ist der Grund, wieso ein Feuertornado so gefährlich für uns sein kann.

Der letzte bekannte Feuertornado entstand am 26. Juli 2019 in der Nähe von Redding, Nordkalifornien, beobachtet. Es kam zu einem Waldbrand nordwestlich von Redding. Die Brände breiteten sich aus und plötzlich bildete sich über einer Straße ein Feuertornado. Vier Menschen kamen bei dem Ereignis ums Leben, da das Naturphänomen die Anwohner gefangen hielt.

YouTube-Video: Ein Feuertornado in Australien

Wie entsteht ein Feuertornado?

Damit ein Feuertornado entstehen kann, muss in der Atmosphäre eine Rotationsquelle vorhanden sein. Diese verwandelt das Feuer in eine für längere Zeit anhaltende Luftkonzentration. Solche Feuersäulen lassen sich unter kontrollierten Bedingungen auch nachstellen. Das System eines Feuertornados kann Energie leicht aufrechthalten. Daher ist es stärker als normale Brände und verbrennt Kraftstoffe schneller als ein normales Feuer.

Die Drehbewegung unterstützt diesen Prozess. Dafür sammelt der Feuertornado Luft aus der näheren Umgebung. Heiße Luft steigt auf und zusätzlich wird neue Luft von unten nachgezogen. Dadurch, dass die heiße Luft aufsteigt und ein Luftdruck entsteht, bleibt die Säule erhalten. Je kleiner der Durchmesser des Feuertornados, desto schneller dreht sich die Feuersäule.

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Das macht den Feuertornado so gefährlich

Gerade weil sie sich das System des feurigen Tornados selbst erhält, macht es das so gefährlich. Denn die Feuersäule bleibt auf diese Weise lange am in Takt. Der Feuertornado kann bis zu einer Stunde wüten. Gerade weil nur wenig Energie um das System herum verloren geht und immer wieder Sauerstoff von unten nachkommt, fehlt der Säule nichts, um sich zu erhalten. Die Höhe entsteht dadurch, dass die Gase nach oben wandern.

Bislang können Forscher genau sagen, was benötigt wird, damit einer Feuertornado entsteht. Trotz allem ist es schwierig vorherzusagen, ob und wann es zu diesem Phänomen kommt. Die Voraussetzungen sind auf jeden Fall

  1. ein intensiver Windwirbel und
  2. eine Feuerquelle.

Die Feuersäule kann aber auch durch Rauch ausgelöst werden, wenn ein rotierender Luftwirbel sich daran bedient. Die Gase im Rauch wirken dann wie ein Brennstoff.

Fazit: Äußert gefährlich, aber auch selten

Entsteht ein Feuertornado, ist es nahezu unmöglich ihn durch seine Dynamik zu löschen. Es hilft nur, abwarten und sich so gut es geht in Sicherheit bringen. Nicht nur Feuertornados sind faszinierend, sondern auch das Feuer in der Arktis. NASA-Bilder zeigen das beeindruckende Inferno. Feuer ist übrigens auch der Grund, warum Handys an Tankstellen verboten sind.

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