Science 

Teleportation mehr als nur ein Zukunftstraum? Wie Forschern jetzt das Unmögliche gelingt

Teleportation, wie wir sie aus "Star Trek" kennen, war lange Zeit höchstens ein ferner Traum aus der Zukunft. Forschern gelang es jetzt, sie zur Realität werden zu lassen.
Teleportation, wie wir sie aus "Star Trek" kennen, war lange Zeit höchstens ein ferner Traum aus der Zukunft. Forschern gelang es jetzt, sie zur Realität werden zu lassen.
Foto: imago images / Mary Evans
Der Traum der Teleportation: Was wir lange nur in Science Fiction-Filmen für möglich hielten, scheint nun Forschern mithilfe eines Quantencomputers gelungen zu sein.

Beam me up, Scotty! Denken wir an Teleportation, stellen wir sie uns meist wie in Filmen à la "Star Trek" oder "Jumper" vor: Gegenstände oder sogar Menschen springen in Millisekunden zwischen Städten und Ländern, ja sogar zwischen Galaxien und Dimensionen durch Raum und Zeit. Die Vorstufe dieser Traumvorstellung, die das Reisen per ewig langen Bahn- und Autofahrten oder sogar Flügen hinfällig machen würde, entdeckten nun Wissenschaftler mittels eines Quantencomputers.

Teleportation dank Quantencomputer: So funktioniert sie

Forschern der Universität Bristol und der Technischen Universität Dänemarks gelang es jetzt, die Teleportation von Daten zwischen zwei Chips eines Quantencomputers zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit zu ermöglichen. Das Team schaffte es, Informationen von einem Chip zum anderen direkt, also ohne Verzögerung und ohne, dass sie physisch oder elektronisch miteinander verbunden waren, zu verschicken.

Dieses Gelingen lässt nun die Tür für das Quanteninternet der Zukunft einen großen Spalt geöffnet.

Verrückte Vorhersagen
Verrückte Vorhersagen

Die spezielle Art der Teleportation wird durch ein Phänomen, das sich Quantenverschränkung nennt, ermöglicht. Dabei werden zwei Teilchen so miteinander verschränkt, dass sie über weiter Entfernung miteinander kommunizieren können. Die Veränderung von Eigenschaften eines Teilchen bewirkt, dass sich auch das andere Teilchen ohne Verzögerung verändert, egal, wie viel Raum zwischen ihnen liegt. Im Grunde genommen werden also Informationen zwischen den beiden förmlich teleportiert.

Sogar Einstein wäre verwirrt gewesen

Albert Einstein stellte einst fest, dass sich nichts schneller bewegen könne, als das Licht. Die Teleportation dank der Quantenverschränkung hatte er dabei ziemlich sicher nicht auf dem Zettel. Theoretisch durchbricht diese nämlich sogar die magische Schwelle der Lichtgeschwindigkeit.

Vorteile bietet das Phänomen allemal und viele von ihnen werden mittels der Studie der Forscher auch etwas greifbarer in der Realität. Das Team meldete eine Erfolgsrate von 91 Prozent bei der Teleportation und schaffte es dabei sogar, noch einige wichtige andere Funktionen für das Quantencomputing auszuführen, zum Beispiel die Verschränkung von gleich vier verschiedenen Photonen auf einmal. Dies geht aus dem Bericht der Forscher im Nature Physics Journal hervor.

Die Teleportation von Informationen wurde bereits über große Distanzen erfolgreich versucht – innerhalb eines Raumes, über 25 Kilometer, 100 Kilometer und sogar über 1200 Kilometer weit per Satellit. Auch zwischen zwei verschiedenen Teilen eines einzelnen Computerchips gelang der Informationsaustausch bereits, aber die Teleportation zwischen zwei verschiedenen Chips der Quantencomputer ist ein riesiger Durchbruch in der Forschung.

Auch andere Phänomene der Physik waren in letzter Zeit immer öfter im Gespräch. So entdeckten Forscher wohl endlich das letzte Puzzleteil für Zeitreisen.Ein anderes Experiment der Quantenmechanik lässt uns sogar an unserer eigenen Existenz zweifeln.

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