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Wenn die Nacht zum Tag wird: Das Naturschauspiel der Mitternachtssonne

Wenn die Sonne nachts nicht untergeht, ist es wohl wieder Zeit für die Mitternachtssonne.
Wenn die Sonne nachts nicht untergeht, ist es wohl wieder Zeit für die Mitternachtssonne.
Foto: iStock/Ville Heikkinen
Die Regionen um den nördlichen und südlichen Polarkreis kommen in den Genuss der Mitternachtssonne. Was es damit auf sich hat, dass die Sonne nicht untergeht, erklären wir dir.

Normalerweise erreicht die Sonne um Mitternacht ihren tiefsten Punkt. Man kann sie normalerweise nicht sehen. Doch im Sommer macht sie eine Ausnahme, an Orten, die nahe dem südlichen oder nördlichen Polarkreis liegen. Dieses Phänomen nennt sich die Mitternachtssonne. Wenn du wissen möchtest, was es damit auf sich hat, klären wir dich gerne auf.

Mystische Mitternachtssonne an den Polarkreisen

Wir sind es gewohnt, dass die Sonne sich in den Sommermonaten länger zeigt als im Winter. Dennoch ist es ungewöhnlich, dass sich die Sonne auch zu Mitternacht am Himmel blicken lässt. Das kann an manchen Orten nur an einem Tag erfolgen, wiederum kann es auch mehrere Monate anhalten. Je näher man den Polen kommt, desto länger zeigt sich die Mitternachtssonne. In Norwegen hält das Schauspiel beispielsweise von April bis August an. Auch in Finnland oder Schweden kannst du Naturereignis miterleben.

In manchen Regionen wirkt es, als sei noch helllichter Tag, in anderen Orten hat man das Gefühl, die Dämmerung nimmt kein Ende. Doch wirklich 24 Stunden am Nachthimmel lässt sich die Mitternachtssonne nur um die Nord- oder Südsommersonnenwende blicken.

YouTube-Video: Wanderung der Mitternachtssonne

Was hat es mit der Mitternachtssonne auf sich?

Dass das Phänomen in der Nähe der Pole auftritt, lässt sich wissenschaftlich durch die Neigung der Erdachse erklären. Unsere Erde liegt momentan in einer Neigung von 23,43 Grad. Wäre unsere Erdachse gerade, würde die Sonne immer an beiden Polen direkt am Horizont entlang wandern. Im Sommer wendet sich der Nordpol durch die Neigung näher zur Sonne hin. Die Nordhalbkugel erwärmt sich und am nördlichen Polarkreis ist auch nachts noch die Mitternachtssonne zu sehen.

Der Name Mitternachtssonne ist etwas irreführend, denn die Sonne nimmt in dieser Zeit nicht unbedingt um Mitternacht den tiefsten Stand ein. Diese Stellung ist nur an einem bestimmten Ort zu erkennen. Verschiedene Faktoren spielen da mit rein:

  • Der Längengrad des Ortes
  • Die Zeitzone des Ortes
  • Die Erdrotation
  • Die Sommerzeitreglung

Durch diese Faktoren variiert der Tiefpunkt der Sonne zu Mitternacht immer etwas und muss nicht genau um 00:00 Uhr erfolgen.

Der Einfluss der Mitternachtssonne auf den Menschen

Es ist etwas Besonderes, wenn die Sonne sich für die Nacht nicht verabschiedet. Diese außergewöhnliche Eigenschaft der Mitternachtssonne hat auch direkten Einfluss auf uns Menschen.

  • Schlafprobleme: Der Körper nimmt nicht wahr, dass es Nacht ist, weil es draußen noch hell ist.
  • Veränderter Tagesrhythmus: Das Leben dehnt sich länger in die Nacht hinein aus, da es immer noch hell ist.

Fazit: Mitternachtssonne macht die Nacht zum Tag

Die Mitternachtssonne ist ein Naturschauspiel, das viele nutzen, um sich Landschaften mal in einem anderen Licht anzusehen. Wenn du die Nacht zum Tag machen willst, lohnt sich eine Reise nach Skandinavien oder andernorts auf jeden Fall. Ein weiteres Phänomen sind die Polarlichter, die man unbedingt einmal live gesehen haben muss. Wir verraten dir auch, wie ein Regenbogen entsteht.

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