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In diesem Meteoriten fanden Forscher etwas völlig Unerwartetes

Asteroiden & Meteoriten: Gesteine im Weltall
Do, 02.05.2019, 09.53 Uhr

Asteroiden & Meteoriten: Gesteine im Weltall

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Ein 50 Jahre alter Meteorit versetzt Forscher in Staunen.

Das interstellare Objekt hat Milliarden Jahre alten Sternenstaub auf die Erde gebracht.

Er soll sogar älter sein, als unser Sonnensystem.

Australische Forscher haben einem interstellaren Meteoriten, der eingeschlagen war, etwas entdecken können, dass es so auf der Erde bisher nicht gab. Die Astronomen hatten das Objekt neu analysiert und stießen dabei auf den ungewöhnlichen Fund.

Murchinson-Meteorit: Einschlag mit Folgen

Dem Murchison-Meteorit, der bereits 1969 in der gleichnamigen Stadt im australischen Victoria niedergegangen war, konnte durch die aktuellen Untersuchungen ein Geheimnis entlockt werden: Er enthält das bisher älteste, jemals auf der Erde entdeckte solide Material.

Dabei handelt es sich um Sternenstaub, der sich vor rund fünf bis 6 Milliarden Jahren gebildet haben soll. Durch den Meteoriteneinschlag vor 50 Jahren könnte der interstellare Besucher das Material auf unseren Planeten bringen, wo es Astronomen gegenwärtig weiter analysieren. Besonders spannend ist, dass der Sternenstaub aufgrund seines Alters bereits vor der Sonne existiert haben muss. Diese ist CNN zufolge "nur" 4,6 Milliarden Jahre alt.

Sonnensystem verstehen durch den Murchinson-Meterit

Die präsolaren Partikel, die mit dem Murchinson-Meteoriteneinschlag auf der Erde gelandet sind, könnten Spektralanalysen zufolge also schon vor der Entstehung des Sonnensystems existiert haben. Sie geben damit Aufschluss darüber, mit welcher Rate sich in dieser Zeit Sterne innerhalb der Milchstraße gebildet haben, wie CNN berichtet.

Der Sternenstaub des Murchinson-Meteoriten besteht aus kleinsten Partikeln, die zwichen zwei und 30 Mikrometers groß sind. Ein Mikrometer bedeutet ein Tausendstel eines Millimeters. Teilchen wie diese formen sich durch das Material, das von Sternen ausgespuckt und durch stellare Winde in den interstellaren Raum befördert wird.

Um an das Material zu gelangen, wurden Fragmente des Murchinson-Meteoriten zunächst zerkleinert. Anschließend wurden die einzelnen Komponenten voneinander getrennt un ergaben eine Paste, die die Forscher als schlecht riechende Erdnussbutter beschrieben.

Der Murchinson-Meteorit, der eingeschlagen ist, sorgt nicht als erstes Objekt aus dem All für Rätsel. So soll ein Meteorit die biblische Stadt Sodom zerstört haben. Dafür schafft es inzwischen selbst der Tesla-Autopliot, Meteoriten aufzuspüren.

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