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Freitag, der 13. – nur darum gilt er als Tag des Unheils

Dafür, dass sich viele Menschen vor dem heutigen Tag fürchten, gibt es einen eher ungewöhnlichen Grund. Viele von uns kennen ihn gar nicht.

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Was ist der Mandela-Effekt?

Kennst du das? Du erinnerst dich an Ereignisse oder Dinge, von denen du felsenfest überzeugt bist, dass sie stimmen? Umso mehr überrascht es dich, wenn die sichere Wahrheit doch keine ist? In der Psychopathologie ist dieses Phänomen als Konfabulation bekannt.

Kaum ein Tag im Jahr sorgt für so viel Aberglauben wie der berüchtigte „Freitag, der 13.“ 2023 erleben wir ihn sogar gleich zwei Mal. Wie das Datum zu einem Symbol für Unglück werden konnte, ist nicht ganz geklärt. Eine Theorie benennt aber sogar einen „Erfinder“ des Ereignisses.

Wann ist Freitag, der 13.?

Während es 2022 nur einen einzigen Freitag, den 13. gab, erwartet er uns diesmal mehrfach. In den kommenden Jahren wird das Ereignis weiterhin maximal zweimal jährlich auftreten. Einzige Ausnahme: 2026. Dann gibt es gleich drei gruselige Freitage.

  • Freitag, der 13. Januar 2023
  • Freitag, der 13. Oktober 2023
  • Freitag, der 13. September 2024
  • Freitag, der 13. Dezember 2024
  • Freitag, der 13. Juni 2025
  • Freitag, der 13. Februar 2026
  • Freitag, der 13. März 2026
  • Freitag, der 13. November 2026
  • Freitag, der 13. August 2027
  • Freitag, der 13. Oktober 2028
  • Freitag, der 13. April 2029
  • Freitag, der 13. Juli 2029

Laut Wissenschaft ein Tag wie jeder andere

Dass auch im Jahr 2023 noch viele Menschen dem Aberglaube verfallen, Freitag, der 13. wäre ein Tag des Unheils, ist erstaunlich. Geht es nämlich rein nach wissenschaftlichen Maßstäben, gibt es keinerlei Nachweis dafür, dass sich dieser Tag von anderen Wochentagen unterscheidet. So ist die Wahrscheinlichkeit für außergewöhnliche Ereignisse zum Beispiel genauso hoch oder niedrig wie sonst auch.

Das Problem sind eher wir Menschen, wie der Parapsychologe Kenneth Drinkwater von der Manchester Metropolitan University in England erklärt: „Wir sind gegenwärtig tatsächlich sehr abergläubig, wenn nicht sogar mehr als früher. Und dennoch glauben wir, wir wären es nicht.“

Ist das der Erfinder des Unglückstages?

Bedenkt man, wo der eigentliche Ursprung des besagten Tages liegen könnt, scheint es noch unwirklicher, dass Freitag, der 13. auch heute noch für Ängste sorgt. Dahinter soll nämlich der Roman „Friday, the Thirteenth“ des Schriftstellers Thomas W. Lawson stecken, der 1907 veröffentlicht wurde.

Darin macht sich ein Broker den Aberglaube von Menschen zunutze, um eine Wall Street-Panik an jenem Freitag auszulösen. Ein markantes Zitat daraus lautet „Drei Uhr morgens wird Freitag, der 13., eine neue Bedeutung an der Wall Street haben“.

Tatsächlich gibt es keinen historischen Freitag den 13., an dem enormes Unheil stattfand, und deshalb als der Ursprung des heutigen Aberglaubens angesehen werden kann.

Was ist am Freitag, den 13. passiert?

Während Thomas W. Lawson der entsprechenden Theorie als der Erfinder des Schreckenstages angesehen werden könnte, gibt es dennoch verschiedene Deutungsversuche des Aberglaubens.

Wie genau Freitag und 13 am Ende zusammenfanden, ist dabei allerdings nicht eindeutig geklärt. Die Zahl selbst steht schon seit langem für Unglück. Vermutlich, weil sie auf die Zahl 12 folgt, die in vielen Kulturen als besonders heilig gilt, wie der WDR erklärt.

Im Christentum beispielsweise ist Judas, der Jesus verraten hat, der 13. in der Runde seiner Jünger. Der Freitag dagegen soll unter anderem der Tag gewesen sein, an dem Adam und Eva vom verbotenen Apfel probiert haben.

Auch eine Verknüpfung mit der Kreuzigung von Jesus Christus an einem Freitag oder dem wirtschaftlichen „schwarzen Freitag“ (black friday) – ein Börsensturz in den USA , der angeblich am Freitag, den 13. Oktober 1929 stattfand und zahlreiche Menschen viel Geld kostete – sind gängige Theorien.

Eine gute Sache folgt immerhin daraus

Die Wissenschaft zumindest ist sich einig: Freitag, der 13. ist ein Tag wie jeder andere. Dass Menschen sich dabei im Aberglaube verirren, hat allerdings dennoch einen Grund: „Es hilft Menschen, Angstzustände zu reduzieren“, so Neill Dagnall, ebenfalls Parapsychologe an der Manchester Metropolitan University.

Aberglaube diene in der Regel als Mechanismus, um Bestätigung einzuholen. Eine Erklärung dafür zu haben, warum etwas schief gelaufen ist, verhelfe Menschen zu dem Gefühl, die Kontrolle zu behalten, auch wenn dem keineswegs so ist. Psychologisch betrachtet, liegt hinter dem Glauben an Freitag, den 13. demnach nur das Bedürfnis, externe Dinge zu beeinflussen und sich von Unsicherheit und Ängsten zu befreien.

Noch etwas mehr Aberglaube gefällig? Forscher wollen das Rätsel des Bermuda-Dreiecks gelöst haben.

Quellen: WDR, LiveScience, eigene Recherche

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