In den achtziger Jahren stand ein italienischer Student vor einem ähnlichen Problem wie du: Er konnte einfach nicht konzentriert arbeiten. Die Aufschieberitis veranlasste ihn schließlich dazu, eine Zeitmanagement-Methode zu entwickeln, die er Pomodoro-Technik nannte. Der Erfinder ist seitdem weltbekannt, denn die Methode verhalf schon so einigen unkonzentrierten Menschen dabei, produktiver zu sein. Wie die Technik funktioniert und was es mit den Tomaten auf sich hat, erfährst du hier.

Pomodoro-Technik steigert nachweislich die Produktivität

Nochmal zurück zu dem unproduktiven Italiener: Entwickelt wurde die Pomodoro-Technik von Francesco Cirillo. Cirillo kam auf die Idee, als er sich an einem besonders verzweifeltem Punkt seiner Karriere befand. Die Aufschieberitis hielt ihn wochenlang davon ab, effektiv zu arbeiten. Das Phänomen dürfte dir vielleicht geläufig sein. Vor allem jetzt, wo du viel von Zuhause aus arbeitest, lässt die Konzentration manchmal zu wünschen übrig.

Der italienische Erfinder startete aus seiner Überforderung heraus schließlich einen Selbstversuch: Er stellte eine Küchenuhr auf 25 Minuten und nahm sich fest vor, diese Zeit lang effektiv durchzuarbeiten. Hier löst sich auch das Tomaten-Rätsel: Die Küchenuhr hatte dir Form einer Tomate. Zu seinem Erstaunen schaffte Cirillo in diesen 25 Minuten mehr als sonst an einem ganzen Tag.

25 Minuten Power: So kannst du die Methode anwenden

Auch du kannst der Pomodoro-Methode nachgehen, denn sie ist ganz einfach. Die Pomodoro-Methode kann in einigen einfachen Schritten erklärt werden.

  1. Zuerst schreibst du dir eine Liste mit den Aufgaben, die du erledigen möchtest.
  2. Jetzt stellst du dir eine Uhr auf 25 Minuten. Du kannst auch deinen Handy-Wecker verwenden.
  3. Starte jetzt deine Aufgabe und arbeite 25 Minuten lang konzentriert, ohne dich ablenken zu lassen.
  4. Nach den 25 Minuten hakst du ab, was du geschafft hast und machst eine fünfminütige Pause.
  5. Diesen Vorgang wiederholst du noch drei Mal. Die Intervalle von Arbeitszeit und Pause werden „Pomodori“ genannt.
  6. Nach der vierten Pomodori-Einheit machst du eine große Pause à 30 Minuten.
  7. Wiederhole die Pomodoro-Technik so oft, bis du mit deiner Leistung für den Tag zufrieden bist.

Die Wissenschaft hinter der Pomodoro-Technik

Die kurzen Arbeitsintervalle sollen deine Motivation steigern. Du weißt nämlich, dass eine Pause bald eintreffen wird. Auch Unterbrechungen finden weniger statt, da du das Beantworten von Nachrichten und andere Ablenkungen in den Pausen erledigen kannst. Außerdem verdankt die Pomodoro-Technik ihre Effizienz einer vereinfachten Organisationsstruktur: Planung, Nachverfolgung, Aufzeichnung, Bearbeitung und Visualisierung. Diese Aspekte sollen dafür sorgen, dass du produktiv und konzentriert an deinen Aufgaben arbeiten kannst.

Fazit: Mit Tomaten zum produktiven Glück

Die Pomodoro-Technik verspricht viel und lässt sich ganz einfach ausprobieren. Pomodoro-Timer findest du auch online oder im App-Format. Da die Methode nicht viel Werkzeug benötigt, außer der obligatorischen Uhr, kannst du direkt lostarten. Deine Produktivität kannst du noch mehr fördern, indem du auf Zeitmanagement-Apps zurückgreifst. Und für die Pomodoro-Pausen empfehlen wir diese Apps gegen Langeweile.

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