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Tunguska-Ereignis: Forscher machen neue Entdeckung - sie klingt unglaublich

Beim Tunguska-Ereignis sollen über 2000 km² durch einen Asteroideneinschlag vernichtet worden sein.
Beim Tunguska-Ereignis sollen über 2000 km² durch einen Asteroideneinschlag vernichtet worden sein.
Foto: iStock/celafon
Forscher könnten eine genaue Erklärung für das Tunguska-Ereignis und den dafür verantwortlichen Asteroideneinschlag gefunden haben.

Am 30. Juni 1908 machte in der Nähe des russischen Flusses Steinige Tunguska ein Ereignis von sich reden, das die Wissenschaft bis heute nicht komplett erklären kann. Ein Asteroideneinschlag soll die Ursache dafür gewesen sein, dass kilometerweit Bäume entwurzelt und Fenster und Türen eingedrückt wurden. Genaue Details dazu wollen Forscher aber erst jetzt gefunden haben.

Tunguska-Ereignis: So merkwürdig war der Asteroideneinschlag

Was als Asteroideneinschlag bekannt geworden ist, war nach Augenzeugenberichten der Eintritt eines Himmelskörpers in die Erdatmosphäre. Dabei sprechen Beobachter beim Tunguska-Ereignis von einer bis zu vierzehn Explosionen am Himmel, die im Umkreis von 30 Kilometer ganze Wälder verwüsteten und sogar Häuser in der 65 Kilometer entfernten Handelssiedlung Wanawara. Selbst in 500 Kilometern Entfernung soll ein heller Schein zu sehen gewesen sein.

Russischen Wissenschaftlern zufolge ist nun inzwischen klar, welcher Asteroid durch einen Einschlag in die Atmosphäre zum Tunguska-Ereignis geführt haben könnte. Dabei soll es sich um ein Objekt aus Eisen gehandelt haben, dessen Flugbahn es nach dem Durchbrechen der gasförmigen Erdülle der Erde zurück ins All geführt habe.

Kein Asteroideneinschlag, aber ein Eisen-Objekt

Der Studie zufolge, die in den "Monthly Notices of the Royal Astronomical Society" veröffentlicht wurde, habe der Asteroideneinschlg in die Atmosphäre rund sechs Kilometer über der Oberfläche stattgefunden. Dabei erreichte das Objekt, das zum Tunguska-Ereignis führte, eine Geschwindigkeit von etwa 20 Kilometern pro Sekunde, also circa 72.000 Stundenkilometern. Die Explosionen am Himmel seien dabei eine Folge der starken Emissionen an heißem Plasma gewesen.

Was für die Theorie der Forscher spricht, es habe sich um einen Eisen-Asteroiden, aber keinen Einschlag gehandelt, sind der fehlende Krater und fehlende Spuren von Eisen im Epizentrum der Explosionen während des Tunguska-Ereignisses. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit hätten diese den Boden dort nicht erreichen können. Wäre das Objekt aus Eis oder Stein gewesen, wäre es zudem zuvor auseinadergefallen.

Sollten die Erkenntnisse stimmen, wäre der Debatte, ob das Tunguska-Ereignis durch einen Asteroideneinschlag, einen Metor oder ein UFO verursacht wurde, endgültig ein Ende gesetzt. Ein Tunguska-ähnliches Ereignis hätte uns übrigens auch beinahe ereilt.

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