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Erstaunlicher Corona-Killer: Simple Flüssigkeit tötet Virus in Sekunden

Nicht Wasser, aber Mundwasser kann zur Corona-Behandlung effektiv genutzt werden.
Nicht Wasser, aber Mundwasser kann zur Corona-Behandlung effektiv genutzt werden.
Foto: iStock/Eva-Katalin
Forscher haben an ganz unverhoffter Stelle ein ungewöhnliches, aber scheinbar sehr wirksames Mittel zur Corona-Behandlung entdeckt.

Sowohl britische als auch deutsche Wissenschaftler untersuchten, ob ein weit verbreitetes Haushaltsprodukt die Fähigkeit besitzt, effektiv gegen Covid-19-Erreger zu wirken. Schon im Mai 2020 fanden Forscher in herkömmlichem Mundwasser ein überaus vielversprechendes Mittel zu Corona-Behandlung. Während dessen Wirksamkeit bereits nachgewiesen werden konnte, stehen nun klinische Test an Menschen an. Die ersten Ergebnisse werden 2021 erwartet.

Sind Viren Lebewesen?
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Update: Alternative Corona-Behandlung: So wirksam ist Mundwasser

Wie diverse Medien berichten, haben Wissenschaftler der Universität Cardiff herausgefunden, dass Mundwasser mit einem 0,07 prozentigen Anteil an Cetylpyridiniumchlorid-Chlorid erfolgreich zur Corona-Behandlung genutzt werden kann. Innerhalb von 30 Sekunden soll die Flüssigkeit den Erreger im Mund- und Rachenraum abtöten und somit dessen Übertrgaung reduzieren können.

Der entsprechende Bericht geht einer klinischen Studie voran, die am Univeristätskrankenhaus von Wales in Cardiff durchgeführt werden soll. Die ersten Ergebnisse der Unteruschung werden für 2021 erwartet und sollen den Forscher Aufschluss darüber geben, ob sich mittels Mundwasser der Anteil an Coronaviren im Speichel von Testpersonen verringern lässt.

Ursprüngliche Meldung zur Corona-Behandlung mit Mundwasser

Was die britischen Wissenschaftler der Universität Cardiff schon vor Monaten erstmals in einer Studie vermutet haben, konnte nachträglich auch durch eine Studie aus Bochum belegt werden: Mundspülungen könnten punktuell ähnlich wie ein Corona-Medikament wirken und den Covid-19-Erreger zerstören. Die Erkenntnisse ihres Experimentes veröffentlichten die Virologen der Ruhr-Universität Bochum und ihre Kollegen aus Jena, Ulm, Duisburg-Essen, Nürnberg und Bremen kürzlich im "Journal of Infectious Diseases".

Was sie genau nachgewiesen haben, ist Folgendes: Mundwasser könnte in Verwendung als eine Art Corona-Medikament dazu genutzt werden, den Befall des Mund-Rachen-Raums mit Viren bei Covid-19-Patienten zu senken und damit ebenfalls das Risiko einer Coronavirus-Übertragung. Für eine ganzkörperliche Behandlung sei diese Methode jedoch nicht geeignet. Auch bleibt das Ansteckungsrisiko über die Nase weiterhin bestehen.

8 gängige Mundwasser aus dem Handel getestet

Insgesamt wurde acht Mundspülungen untersucht, die unterschiedliche Inhaltsstoffe enthalten und in Drogerien und Apotheken verkauft werden. Diese wurden mit Viruspartikeln vermengt sowie mit einer Substanz versetzt, die den menschlichen Speichel nachahmen soll. Um ein Gurgeln zu simulieren, schüttelten die Forscher das Gemisch und maßen im Anschluss den Virusanteil.

Diese Mundspülungen töteten den Virus nach 30 Sekunden ab:

  • Listerine Cool Mint
  • Iso-Betadine
  • Dequonal

Weitere getesteten Mundwasser waren:

  • Cavex Oral Pre Rinse
  • Chlorhexamed Forte
  • Dynexidine Forte
  • Octenident
  • ProntOral

Wichtig sei jedoch zu bedenken, dass sich die Wirkung anders als bei einem richtigen Corona-Medikament und einem Coronavirus-Impfstoff nicht auf den ganzen Körper erstreckt, sondern lediglich im Mund-Rachen-Raum dafür sorgt, dass der Erreger abgetötet wird. Die Produktion der Viren in den Zellen werden damit nicht gehemmt, zitierte Focus.de Toni Meister, einen der Hauptautoren der Studie. Regelmäßiges Gurgeln könnte die Viruslast im Rachenraum immerhin verringern und Massenausbreitungen durch Superspreader eindämmen.

Britische Studie im Mai suggerierte ähnliche Wirkung als Corona-Medikament

Auch das britisches Forscherteam untersuchte die Wirkung von Mundwasser abseits der Suche nach einem Coronavirus-Impfstoff genauer. Sie vermuteten im Mai 2020 erstmals, dass die Flüssigkeit für Mundhygiene das Potenzial haben könnte, als eine Art Corona-Medikament den tödlichen Erreger erfolgreich anzugreifen.

Anders als ein Corona-Impfstoff sollte Mundwasser als Corona-Medikament demnach dazu dienen, Menschen, die positiv auf das Virus getestet wurden, im Umgang damit zu helfen. Eine erste Analyse, die im Journal "Function" veröffentlicht wurde, verwies bereits darauf, dass es sich im Hinblick auf Tests mit anderen Viren lohnt, "weiter zu erforschen, ob orale Spülungen als potenzieller Weg zur Verringerung von Übertragung von SARS-CoV-2 (Coronavirus) in Erwägung gezogen werden sollten".

Coronavirus-Impfstoffe sind weltweit in der Entwicklung

Trotz der womöglich vielversprechenden Aussichten, die sich ohne noch existierenden Coronavirus-Impfstoff durch ein so simples und leicht verfügbares Corona-Medikament wie Mundwasser ergeben, weist die Weltgesundheitsorganisation WHO darauf hin, dass es gegenwärtig noch keine Behandlungsmethode gibt, die das Coronavirus stoppen oder töten kann.

Um zudem die Ausbreitung der Krankheit weltweit eindämmen und aufhalten zu können, ist weiterhin die Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffes nötig. Immerhin gibt es potenzielle Corona-Mittel, die selbst Experten wie Christian Drosten erstaunen. Aber auch sonst sind bereits einige Corona-Impfstoffe in der Entwicklung, die hoffen lassen. Ein potenzieller Wirkstoff gegen Corona soll das Virus in nur 48 Stunden töten.

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