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Unser Blauer Planet: Neue Theorie stellt Idee vom Ursprung von Wasser auf den Kopf

Unser Blauer Planet lebt mit und von Wasser. Eine neue Theorie stellt jetzt die Idee zum Ursprung von Wasser auf den Kopf.
Unser Blauer Planet lebt mit und von Wasser. Eine neue Theorie stellt jetzt die Idee zum Ursprung von Wasser auf den Kopf.
Foto: iStock.com/buradaki

Ohne Wasser wären wir nicht überlebensfähig. Doch der Ursprung des Wassers auf der Erde ist seit vielen Jahren eine umstrittene Frage in der Wissenschaft. Forschende diskutieren seit vielen Jahren, was für den größten Anteil des Wassers auf dem Blauen Planeten verantwortlich ist.

Blauer Planet: Neue Theorie zum Ursprung von Wasser

Bisher war die Theorie unter Forschenden weit verbreitet, dass Wasser aus dem Weltraum von Kometen stammt, die wasserhaltige Silikate enthielten und außerhalb der sogenannten Schneegrenze kamen – jener Grenze, welche über die hinaus Eis aufgrund von niedrigen Temperaturen kondensieren kann. Doch diese Hypothese wurde nun in mehreren Studien infrage gestellt. Denn mit der Idee, dass die Erde durch Komentenbeschusse an die große Menge Wasser gekommen ist, ist unter anderem deshalb problematisch, weil das Wasser auf dem Blauen Planeten, nicht die gleiche chemische Zusammensetzung hat, wie Wasser in Kometen.

Das Team um die Planetenwissenschaftler Hideyuki Nakano und Naoki Hirakawa von der Hokkaido-Universität schenkten in ihrer Studie interstellaren organischen Substanzen innerhalb der Schneegrenze ihre Aufmerksamkeit. Dabei konnten sie feststellen, dass es reichlich Wasser und Öl ergeben kann, wenn interstellare organische Substanzen auf hohe Temperaturen erhitzt werden. Ihre Untersuchung deutet darauf hin, dass Wasser also ohne eine Beteiligung von Kometen auch innerhalb der Schneegrenze produziert werden kann.

So soll das Verständnis über den Wasser-Ursprung verbessert werden

Mit ihren gewonnenen Erkenntnissen möchten Akira Kouchi und sein Team nun weiterarbeiten. In der Pressemitteilung der Hokkaido-Universität vom 17. Juli 2020 erklärt der Wissenschaftler:


"Unsere Ergebnisse zeigen, dass die interstellare organische Substanz innerhalb der Schneegrenze eine potenzielle Wasserquelle auf der Erde ist. Darüber hinaus deutet die beobachtete abiotische Ölbildung auf umfangreichere Erdölquellen für die antike Erde hin, als bisher angenommen. Zukünftige Analysen organischer Stoffe in Proben des Asteroiden Ryugu, die Japans Asteroidenforscher Hayabusa2 später in diesem Jahr zurückbringen wird, sollten unser Verständnis der Herkunft des terrestrischen Wassers verbessern."

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