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Coronavirus-Mundschutz tragen: So überzeugst du Maskenverweigerer

In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens ist das Tragen einer Corona-Maske Pflicht. Trotzdem gibt es viele Menschen, die sich querstellen, sich und ihre Mitmenschen zu schützen.

traurige frau mit corona maske
Von den Coronavirus-Folgen hat diese Altersgruppe vor allem profitiert. Das ergab jetzt eine neue Studie. Foto: imago images / Michael Weber

Es kommt nicht selten vor, dass du jemandem in der Bahn oder im Supermarkt begegnest, der sich weigert eine Corona-Maske zu tragen. Viele Menschen können nicht verstehen, warum diese Schutzmaßnahme gegen den neuartigen Erreger nicht ernst genommen wird. Selten traut man sich aber, auf diese Personen zuzugehen. Ein Psychologe verrät, wie du am besten mit diesen Menschen umgehst, sodass sie doch noch zu ihrem Coronavirus-Mundschutz greifen.

Coronavirus-Mundschutz tragen: So überzeugst du Maskenverweigerer

In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens ist das Tragen einer Corona-Maske Pflicht. Trotzdem gibt es viele Menschen, die sich querstellen, sich und ihre Mitmenschen zu schützen.

Corona-Maske tragen: Verweigerer gibt es überall

Wut, Unverständnis oder den Drang auf die Person zuzugehen und sie darauf hinzuweisen, dass sie ihre Corona-Maske tragen muss. Maskenverweigerer lösen viele Emotionen bei ihren Mitmenschen aus. Eine Psychologin erklärt gegenüber dem RND, wie du am besten mit diesen Menschen umgehst. Es hat sich mittlerweile ein Gewöhnungseffekt ausgebreitet, der uns Leute kritisch beäugen lässt, wenn sie keinen Coronavirus-Mundschutz tragen. Sie werden als Außenseiter wahrgenommen.

Doch warum stellen sich diese Menschen quer, ihre Mitmenschen zu schützen? Anfangs wurde in Deutschland kommuniziert, dass eine Corona-Maske nichts bringt. Die Glaubwürdigkeit ist für diese Personen verloren gegangen. Es gibt laut der Psychologin Andrea Heine zwei Sorten von Maskenverweigerern:

  1. Die Personen, die glauben, dass der Coronavirus-Mundschutz nichts bringt.
  2. Die Menschen, die das Coronavirus komplett leugnen.

Bei der letzteren Gruppe hilft das ganze Argumentieren nicht, um sie vom Tragen einer Corona-Maske zu überzeugen.

Sorglosigkeit und Risikofreude machen sich breit

Die Theorie der gelernten Sorglosigkeit ist aber ein weiterer Grund, wieso manche Menschen auf den Mundschutz verzichten. Nehmen sie weniger Gefahr wahr, werden sie sorgloser und risikofreudiger. Kennen sie beispielsweise keine infizierten oder gefährdeten Menschen, haben sie das Gefühl, die Pandemie sei vorüber und verzichten auf den Schutz. Sie schätzen auch die Gefahr, selbst zu erkranken, niedriger ein.

Auch die Glaubwürdigkeit sinkt für den Schutz der Corona-Maske. Wird immer wieder von Veranstaltungen berichtet, bei denen Menschen sich trotz Coronavirus-Mundschutz infizieren, wird die Effektivität der Maske nicht erkannt.

Neue Verhaltensweisen müssen ausgehandelt werden

Wir müssen uns den neuen Gegebenheiten anpassen. Dafür gilt es neue Verhaltensweisen auszuhandeln, wie eine Forscherin der Universität von Sydney gegenüber Science Alert erklärt. Doch dies könnte sich schwierig gestalten. Der Stress der Pandemie beeinflusst die eigene Wahrnehmung. Auch Heine stimmt dem zu und erklärt, dass diese Gespräche weitgehend emotionsfrei sein sollten. „Das Gespräch sollte auf einer sachlichen Ebene stattfinden.“

Es hilft, gemeinsame Werte zu finden, um die Verhandlung angenehm zu gestalten. Eine Struktur hilft im Gespräch mit Maskenverweigerern. Du solltest dir vorher schon überlegen, welches Ergebnis du mit deinem Gespräch erzielen möchtest. Die Kommunikationswege sollten offen gehalten werden, um auch bei neuen pandemischen Umständen anknüpfen zu können.

Überzeugung mit viel Geduld und Verständnis

Vollständig wird man diese Menschen nicht davon überzeugen können, dass sie immerzu ihre Corona-Maske tragen. Doch vielleicht lassen sich Verhaltensänderungen aushandeln. Ein Vorschlag von Heine wäre eine solche Formulierung: „Natürlich können Sie zu anderen Zeiten tun, was Sie wollen, aber könnten wir uns darauf einigen, dass Sie vorerst eine Maske tragen, wenn Sie im Zug sitzen?“

Auch könnte man die Person fragen, wieso sie keinen Coronavirus-Mundschutz tragen möchte. Der Maskenverweigerer wird gehört und kann sich erklären. Vielleicht senkt sich die Abwehrhaltung dadurch. Mitgefühl und Empathie können schon helfen. Belehrungen sollten in diesen Gesprächen außen vor bleiben. Abgesehen von Maskenverweigerern, kann es auch sein, dass du dich aktuell bei Besuch nur mit einer Corona-Maske wohlfühlst. Ein bisschen Empathie sollte auch an dieser Stelle für Verständnis sorgen.

Ein Teil wird sich laut Andrea Heine durch Sachlichkeit oder Aufklärung erreichen lassen. Doch nicht alle Menschen sind offen dafür. Um diese Maskenverweigerer solltest du lieber einen Bogen machen.

Für dich noch zur Info: Nicht jede Corona-Maske schützt gleich gut. Manche Menschen tragen den Coronavirus-Mundschutz unter der Nase. Das hat verschiedene Gründe.

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