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Kann die Sahara-Wüste wieder fruchtbar werden? So stehen die Chancen

Wird die Sahara-Wüste wieder fruchtbar? So stehen die Chancen.
Wird die Sahara-Wüste wieder fruchtbar? So stehen die Chancen.
Foto: iStock.com/Favor_of_God
Die Sahara-Wüste ist wohl den meisten als trockene Fläche bekannt. Doch wie wahrscheinlich ist es, dass sie wieder fruchtbar wird? Wir sagen es dir.

Die Sahara-Wüste ist mit großem Abstand die trockenste Wüste auf der Erde. Gleich durch elf Staaten auf dem afrikanischen Kontinent erstreckt sich die grundsätzlich trockene Fläche. Doch war sie schon immer so oder hat sie sich im Laufe der Zeit gewandelt und wie stehen die Chancen, dass die Trockenwüste fruchtbar wird? Im Folgenden sagen wir dir, wie die Möglichkeiten sind und ob sie schon immer so war, wie sie ist.

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Sahara-Wüste: Überraschende Vergangenheit

Die Sahara-Wüste, so wie wir sich heute kennen, war nicht immer so. Im Laufe der Zeit hat sich das riesige Gebiet stetig geändert und gewandelt. In der Sahara herrscht ein Arides Klima. Das bedeutet, dass die Verdunstung stets höher als der Niederschlag ist. Aus diesem Grund sind solche Gebiete für Pflanzen, Menschen und Tiere großflächig nicht geeignet. Durch die Trockenheit entstehen aus diesem Grund Wüsten.

Allerdings war die Sahara-Wüste einst eine "grüne Lunge". Rund 10.000 Jahren vor unserer Zeit war sie tatsächlich grün, problemlos bewohnbar und tatsächlich fruchtbar. Durch den Ausfall des Monsunregens entwickelte sich sie sich aber in eine Savannenlandschaft. Dennoch zeugen die unzähligen Seen von einem einst grünen und lebenfreundlichen Gebiet.

Auch die anhaltende Klimaveränderung verändert die Vegetation und Umstände dieses Gebiets. Dass das schnell kippen kann, wird vor allem am Beispiel des Tschadsees deutlich: Noch vor rund 60 Jahren war dieser ein prächtiger und riesiger See. Doch Jahr für Jahr sank der Wasseranteil und der See ist kaum noch wiederzuerkennen. Das wird unter anderem deutlich, wenn man Satellitenbilder aus den 1960er-Jahren und der jetzigen Zeit vergleicht.

Doch trotz der extremen Trockenheit gibt es einige Stellen auf dem rund neun Millionen Quadratkilometer großen Gebiet, die nutzbar sind. In den wenigen Oasen werden verschiedene Früchte angebaut, Tiere gezüchtet et cetera. Allerdings sind diese Gebiete sehr rar und müssen kontrolliert genutzt werden.

So stehen die Chancen, dass sie wieder fruchtbar wird

Wie bereits erwähnt, war die Sahara-Wüste voller Grün. Doch der Grund weshalb sie so trocken und sandig ist, liegt am mangelnden Wasser und den ausbleibenden Niederschlägen. Wasser ist in diesem Gebiet das seltenste und wichtigste Gut. Damit die Wüste wieder im größeren Umfang fruchtbar wird, ist es wichtig, dass Monsunregen und ähnliches wieder regelmäßig stattfinden.

Grundsätzlich wäre es auch möglich auf das fossile Grundwasser zurückzugreifen, allerdings ist dieses nicht erneuerbar und sollte eigentlich nur in Notfällen genutzt werden.

Fazit: Sehr schwieriges Unterfangen

Aufgrund der Wasserknappheit in der Sahara-Wüste ist sie zum Großteil nicht fruchtbar und deshalb auch unbewohnbar. Das knappe Gut Wasser ist hier der entscheidende Faktor. Doch aufgrund von klimatischen Veränderung ist die Lage dort sehr schwierig. Viele Seen sind bereits ausgetrocknet und auch am Beispiel vom Tschadsee ist klar zu sehen, dass das Leben auf diesem Gebiet auf dem afrikanischen Kontinent sehr schwierig ist.

Mittlerweile gibt es aber viele Projekte, damit die Sahara-Wüste wieder stärker nutzbar wird. Ob sie wieder fruchtbar, wie vor zehntausenden von Jahren, steht noch in den Sternen. Ebenfalls interessant: Die verlorengegangene Stadt Atlantis könnte sich tatsächlich in der Sahara befinden. Und diese Wüste nutzen Forscher als Mars-Ersatz.

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