Science

Raumstation ISS: Kommt ihr Ende früher als gedacht?

Die Internationale Raumstation ISS wird schon bald ihr Ende finden. Dabei wird sie kontrolliert zum Absturz gebracht.
Die Internationale Raumstation ISS wird schon bald ihr Ende finden. Dabei wird sie kontrolliert zum Absturz gebracht.
Foto: Science Photo Library via Canva.com
Die internationale Raumstation ISS ist mittlerweile seit über 20 Jahren im All und hat ihre besten Tage hinter sich gelassen. Ihr Ende könnte früher kommen als bisher angenommen.

Es war immer klar, dass die Internationale Raumstation ISS nicht auf ewig im All bleiben kann. Über 20 Jahre lang schwebt sie jetzt schon im Orbit über der Erde und hat in dieser Zeit einiges mitmachen müssen. Ihre besten Tage hat sie schon lange hinter sich gelassen. Wegen zahlreicher Probleme könnte sie jetzt sogar schon früher als geplant ihr Ende finden.

Geheimwaffe Silber: So kämpft die ISS gegen mutierte Superbakterien
Geheimwaffe Silber: So kämpft die ISS gegen mutierte Superbakterien

ISS zeigt Anzeichen der Altersschwäche

In den letzten Jahren gab es immer wieder Berichte über Probleme auf der Internationalen Raumstation ISS. So wurden beispielsweise Lecks gefunden, aus denen die Luft ins All entwich. Nach 20 Jahren im Orbit ist es kein Wunder, dass immer mehr Fehler auftreten. Offiziell wurde die ISS von allen beteiligten Nationen noch bis zum Jahr 2024 für funktionstüchtig erklärt, doch was danach kommt, kann noch niemand sagen. Bis vor Kurzem wurde noch vom Betrieb bis 2028 gesprochen, sogar eine Verlängerung bis 2030 war im Gespräch. Doch weil die ISS immer mehr Anzeichen von Altersschwäche zeigt, könnte ihr Ende früher kommen als bisher gedacht.

Wie Deutschlandfunk Nova berichtet, gibt es Meldungen aus Russland, die von einem Ende der ISS in vier Jahren (also etwa 2025) ausgehen. Der russische Vize-Ministerpräsident sprach davon, alle anderen beteiligten Nationen rechtzeitig warnen zu wollen.

Das Ende der ISS

Schon als mit dem Bau der Internationalen Raumstation ISS begonnen wurde war klar, dass auch ein solches Wunderwerk der Technik eines Tages wieder zur Erde zurückkehren muss. Doch darüber machte sich damals noch niemand Gedanken. Das ist jetzt anders, denn Wissenschaftler mit der Frage, wie man die ISS wieder zurück auf die Erde bringen kann.

Wie du dir vorstellen kannst, wird dieses Unterfangen alles andere als einfach, da die Raumstation erst im All zusammengebaut wurde. Immerhin brauchte es 42 Raketenstarts, um alle Teile der Raumstation an Ort und Stelle zu bringen.

Kontrollierter Absturz könnte gefährlich werden

Doch wie bringt man ein solches Ungetüm wieder zurück auf die Erde? Mit dieser Frage beschäftigten sich verschiedene Forscher auf der ganzen Welt. Die ISS ist tatsächlich nicht die erste Raumstation, die zur Erde zurückgebracht wird. Im Jahr 2001 wurde die russische Raumstation Mir aus dem All zurückgeholt.

Dabei setzen die Forscher auf einen sogenannten kontrollierten Wiedereintritt. Dabei werden Frachtraketen verwendet, die die Raumstation langsam und vorsichtig in Richtung der Erde drücken, bis die Schwerkraft ihr Übriges tut. Dabei wird der Schub und das Timing der Raketen so berechnet, dass die Raumstation im Pazifischen Ozean landet, weil dort keine Menschen gefährdet werden und das Ziel aufgrund seiner Größe leicht zu treffen ist.

Dieser Vorgang ist jedoch nicht ohne Risiko. Die Forscher verlassen sich bei dem kontrollierten Wiedereintritt ganz auf ihre Berechnungen. Doch nur ein einziger Fehler könnte reichen, um diese Berechnungen zunichtezumachen und die ISS zu einem unberechenbaren Geschoss werden zu lassen, dass Menschenleben auf der Erde gefährden könnte.

Erst kürzlich konnte die NASA die ISS vor einer Kollision mit Weltraumschrott bewahren, die vermutlich verheerende Auswirkungen gehabt hätte. Kurios: Ein Programmierer hat ein altes Nintendo NES so programmiert, dass es die Bewegungen der internationalen Raumstation trackt.

Du willst mehr von uns lesen? Folge uns auf Google News.

Neueste Videos auf futurezone.de

Neueste Videos auf futurezone.de