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Schwarzes Loch verloren? Forscher vermissen gewaltiges Objekt

Forscher sind auf der Suche nach einem der womöglich größten Schwarzen Löcher überhaupt.
Forscher sind auf der Suche nach einem der womöglich größten Schwarzen Löcher überhaupt.
Foto: Getty Images/MARK GARLICKSCIENCE PHOTO LIBRARY/Zachary Scott [M]
Das supermassive Schwarze Loch, das sich im Zentrum des Sternenhaufens Abell 2261 befindet, ist offenbar verschwunden. Forscher gehen dem Rätsel auf den Grund.

Abell 2261 ist einer von 25 Sternenhaufen, die Astronomen im Rahmen der CLASH (Cluster Lensing And Supernova survey with Hubble) untersuchen. Die Galaxie A2261-BCG (für Abell 2261 Brightest Cluster Galaxy) weist dabei ein ganz besonderes Merkmal auf. Sie birgt den größten Galaxiekern, der jemals entdeckt wurde – und nun verschwunden sein soll. Die Suche nach dem Schwarzen Loch beginnt.

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Schwarzes Loch: Abell 2261 vermisst seinen Kern

Eine neue Untersuchung hat die Abwesenheit nur noch rätselhafter gemacht: Wenn das supermassive Schwarze Loch in den Weltraum hinausgeschleudert worden wäre, hätte es Beweise für seinen Durchgang hinterlassen müssen. Aber auch im Material um das galaktische Zentrum gibt es keine Anzeichen dafür. Das bedeutet jedoch, dass Einschränkungen darüber gemacht werden können, was das supermassive Schwarze Loch tatsächlich tut.

Basierend auf der Masse der Galaxie, die mit der Größe des Schwarzen Lochs korreliert, sollte das Schwarze Loch im Kern von Abell 2261 zwischen dem 3- und 100-Milliardenfachen der Masse unserer Sonne liegen, was es zu einem der größten bekannten Schwarzen Löcher machen könnte.

Statt aber jene Strahlung auszusenden, die man von einem Schwarzen Loch dieser Masse erwarten würde, ist der Kern vor A2261-BCG mit einem diffusen Nebel aus hellem Licht gefüllt. Hochsensible Instrumente wie das Chandra X-ray Observatory, das VLR (Very Large Array) oder das Hubble Weltraumteleskop konnten keinerlei Hinweise auf ein solches Objekt messen.

Forscher begeben sich auf die Suche

Jetzt ist ein Team von Astronomen unter der Leitung von Kayhan Gultekin von der University of Michigan in Ann Arbor zum Chandra zurückgekehrt, um eine Reihe tiefere Beobachtungen durchzuführen, die auf der Hypothese beruhen, dass das supermassive Schwarze Loch herausgeschleudert wurde.

Gultekin und sein Team nutzten Chandra für einen genaueren Blick auf das Zentrum von A2261-BCG und kombinierten es mit Archivdaten, um nach einem geringen Maß an Aktivität supermassiver Schwarzer Löcher zu suchen. Die Radioemission hatte zuvor gezeigt, dass die letzte Aktivität supermassiver Schwarzer Löcher im Zentrum der Galaxie vor etwa 48 Millionen Jahren stattfand, daher war das Team sehr darauf bedacht, auch diese Region zu untersuchen.

Trotz ihrer detaillierten Suche fanden die Astronomen nichts, was auf ein entsprechend massives Schwarzes Loch hinweisen würde. Da Schwarze Löcher von sich aus keine nachweisbare Strahlung abgeben und wir sie normalerweise nur entdecken können, wenn sie sich ernähren, ist es möglich, dass sich im Zentrum von A2261-BCG ein Schwarzes Loch befindet. Eine andere Erklärung ist, dass das Schwarze Loch viel weiter weg gestoßen wurde, als wir es bisher gesehen haben.

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