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Sternenexplosion vor 350 Jahren: Rätsel um ihre Entstehung

Das Mysterium der Sternenexplosion von 1670 gibt Rätsel auf. Was geschah damals?
Das Mysterium der Sternenexplosion von 1670 gibt Rätsel auf. Was geschah damals?
Foto: [Futurezone.de] via Canva.com
Im Jahr 1670 leuchtete der Stern CK Vulpeculae plötzlich grell auf. Neue Erkenntnisse wecken Zweifel an der bisherigen Erklärung dieses Phänomens. Was steckt dahinter?

Der Stern CK Vulpeculae im Sternbild des Schwand leuchtete eines Nachts im Juni 1670 unerwartet auf. Bisher wurde diese Erscheinung als Sternenexplosion eingestuft, doch jetzt kommen Zweifel an dieser Erklärung auf. Was geschah damals wirklich mit CK Vulpeculae?

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Rätselhafte Sternenexplosion am Himmel

Im Sommer des Jahres 1960 wurde ein heller Lichtpunkt am Himmel dokumentiert, der plötzlich im Sternbild des Schwans aufleuchtete. Dieser Lichtpunkt wurde in den folgenden Monaten fast so hell wie der Nordstern, was damals auf eine Sternenexplosion schließen ließ. Doch viele Merkmale wie beispielsweise kalte Gase und radioaktives Aluminium wollen nicht so recht ins Bild passen, weswegen Astronomen seit jeher über die Ursache diskutieren. Die Theorien reichen von Sternenkollisionen über Verschmelzungen einen weißen Zwergs bis hin zum Zusammenstoß mit einem Roten Riesen.

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse unterstreichen jetzt, dass es sich bei dem Aufleuchten des Sterns CK Vulpeculae damals nicht um eine einfache Sternenexplosion gehandelt haben kann. Forscher eines physikalischen Forschungslabors in Indien fanden durch die Analyse des Lichts mit einem Infrarotspektrometer heraus, dass sich der Stern fünfmal weiter von uns entfernt befindet als bisher angenommen, nämlich etwa 10.000 Lichtjahre. Das bedeutet aber auch, dass das Ereignis viel heller und energiereicher gewesen sein muss als bisher angenommen. Die Tatsache, dass die Helligkeit des Sterns damals trotzdem so überdeutlich auf der Erde zu sehen war, macht eine Sternenexplosion äußerst unwahrscheinlich.

Keine zufriedenstellende Erklärung

Außerdem entdeckten die Wissenschaftler, dass die Gase, die sich um den Stern herum ausbreiten, sich deutlich schneller bewegen als bisher angenommen. Auch das wirft Fragen auf, was genau den Helligkeitsanstieg damals verursacht hat. Ein normaler Ausbruch eines Weißen Zwergs scheint wegen der hohen Helligkeit unwahrscheinlich, die schnellen Gase hingegen sprechen gegen die Kollision zweier Sterne.

Der leitende Wissenschaftler Dipankar Banerjee gab laut Scinexx an, dass es schwierig sei, eine überzeugende Erklärung für Sternenexplosion vor 350 Jahren zu finden. Vielleicht können weitere Untersuchungen in der Zukunft das Mysterium eines Tages lösen.

Die Sternenexplosion von 1670 bleibt weiter ein Rätsel. Auch ein gigantisches Schwarzes Loch zieht Forscher in seinen Bann, denn es zieht gleich ganze Galaxien an. Deutschland plant, in der Nordsee ab 2022 einen eigenen Weltraumbahnhof zu bauen, von dem aus Trägerraketen starten können.

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