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Reise zum Mars: Neue Fusionsrakete bringt großen Fortschritt

Von der Reise zum Mars träumen viele Menschen. Sie könnte schneller kommen, als gedacht.
Von der Reise zum Mars träumen viele Menschen. Sie könnte schneller kommen, als gedacht.
Foto: IMAGO / Science Photo Library
Die Reise zum Mars antreten. Davon träumt nicht nur Elon Musk. Eine Forscherin hat die Menschheit jetzt noch einen bedeutenden Schritt näher gebracht mit der Entwicklung einer neuen Fusionsrakete.

Von der Reise zum Mars träumen viele Menschen, nicht zuletzt auch Tesla-Chef Elon Musk, der mit SpaceX sogar ein Projekt finanziert, um den Mars eines Tages zu kolonisieren. Jetzt hat Dr. Fatima Ebrahimi, eine renommierte Physikerin, das Konzept einer Fusionsrakete vorgelegt, das nach dem Prinzip der Sonneneruption funktionieren soll. Das Konzept stellt so alles bisher bekannte in den Schatten. Denn es wirft Plasmapartikel aus, die zwischen 20 und 500 Kilometern pro Sekunde schnell sein sollen. Wird Ebrahimis Konzept umgesetzt, steht der Reise zum Mars nichts mehr entgegen.

Der Mars: NASA, SpaceX & Co. auf Jagd nach dem Roten Planeten
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Reise zum Mars: So weit und doch schon so nah

Die Reise zum Mars gilt derzeit noch als eine Unmöglichkeit für einen bemannten Raumflug. Die Entfernung ist nach heutigen Maßstäben einfach zu groß. Doch sitzt man erstmal in der neuen Fusionsrakete von Dr. Fatima Ebrahimi, dann kann man nur noch von einem Katzensprung sprechen. Ebrahimi ist Forscherin des US-Department of Energy’s Princeton Plasma Physics Laboratory (PPPL). Sie hat ein Konzept vorgestellt für eine Fusionsrakete, die Eindruck macht, sollte sich das Konzept denn eines Tages als Prototyp bewähren. Die Simulation der Wissenschaftlerin verspricht Geschwindigkeiten von mindestens 20 Kilometern pro Sekunde.

Das Konzept basiert auf einem modernen Plasma-Antrieb, der nicht ganz neu ist, aber nicht in dieser Anwendung verwendet wurde. Sein Prinzip basiert darauf, dass Plasma-Partikel in das Vakuum des Alls geschossen werden. Das soll Rakete einen enormen Vortrieb bescheren und die Reise zum Mars beschleunigen. Das neue Design soll die Funktionsweise herkömmlicher Plasma-Antriebe noch um einiges optimieren und das Prinzip der magnetischen Rekonnexion dabei einführen.

So schnell war eine Rakete noch nie

Einfach erklärt, potenzieren sich in der neuen Fusionsrakete magnetische Felder durch Wiederverbindung und Abstoßung an den Polenden. Die massive Energiefreisetzung soll helfen, die Rakete schneller zu machen. Als bekanntestes Beispiel für den Effekt magnetischer Rekonnexion gelten in der Wissenschaft Sonneneruptionen. Die für diesen Rekonnexionseffekt benötigten spiralförmigen Magnetfeldbögen werden in Fusionsreaktoren des Typs Tokamak erzeugt. Die Geschwindigkeit des Fusionsantriebs soll damit normale Booster um den Faktor 10 übersteigen.

Ihr bahnbrechendes Konzept hat Dr. Fatima Ebrahimi im Journal of Plasma Physics veröffentlicht. Der Bau eines Prototyps ist bereits geplant.

Wie lange würde eigentlich die Reise zum Mars aktuell dauern? Dazu haben sich Astronomen und Astronauten geäußert. Laut einer neuen Studie könnte ein Lebewesen bereits die Reise zum Mars überstehen.

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