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Brainfood: Warum Apfelmuskuchen dein Gehirn beeinflussen kann

Nahrung für dein Gehirn kann in überraschenden Varianten daherkommen. Beinhalten einfache und leckere Rezepte bestimmtes Brainfood, könnten sie die Gehirnleistung beeinflussen.

Apfelkuchen und Gehirn
In einem Apfelmuskuchen (Symbolbild) steckt Brainfood. Die Nahrung fürs Gehirn kann überraschende Nebeneffekte haben. Foto: Pexels/Pixabay/Canva.com [M]

Was hat ein saftiger Apfelmuskuchen mit deinem Gehirn zu tun? Das Rezept für die leckere Backware, genauso wie andere mit entsprechenden Zutaten, enthält sogenanntes „Brainfood„, das laut Wissenschaft einen nachgewiesenen und positiven Einfluss auf die Fähigkeiten des Gehirns haben kann. Zu dieser sprichwörtlichen Nahrung für das Gehirn gehören mindestens drei bekannte Lebensmittel.

Brainfood: Rezepte mit diesen Zutaten sind empfehlenswert

Sie hält sich in zahlreichen, leckeren Gerichten versteckt und hat gleich mehrere Vorteile: Nahrung für das Gehirn. Wer sie wählt, ist damit nicht nur bewusst gesund unterwegs, sondern darf verschiedenen Studien zufolge auch auf besondere Nebeneffekte hoffen. Die folgenden drei Lebensmittel gelten als ein solches Brainfood und sollen dazu führen, die kognitiven Fähigkeiten zu verbessern.

Brainfood #1: Äpfel

Wer bereits schon von sich aus regelmäßig Äpfel verzehrt, macht vielleicht mehr richtig als gedacht. Eine Untersuchung, die erst am 11. Februar 2021 veröffentlicht wurde, besagt nämlich, dass das Obst zwei Komponenten beinhaltet, die es als gute Nahrung für das Gehirn qualifiziert. Sie steigern das Wachstum der Nervenzellen im Lern- und Erinnerungszentrum – zumindest bei Mäusen.

Das Gute: Genetisch gleichen sich Mäuse und Menschen sehr stark, denn 95 Prozent der Gene im Erbgut der Tiere finden sich in ähnlicher Form auch bei uns Menschen, wie das Max-Planck-Institut erklärt. Ein positiver Effekt von Brainfood wie Äpfeln ist also auch bei uns möglich.

Verzehr: Äpfel lassen sich am gesündesten direkt verzehren. Einmal kräftig abgebissen, schmeckt das saftige Obst schon ziemlich gut. Wer dagegen auf rohe Äpfel allergisch reagiert oder den oft säuerlichen Geschmack nicht mag, kann sich aus dem Obst Apfelmus zubereiten oder diese als Zutat für Backwaren wie einen saftigen Apfelmuskuchen verwerten.

Zutaten für schnellen Apfelmuskuchen (Blechgröße 32 x 21 cm):

  • 300 Gramm selbstgemachtes, zuckerarmes Apfelmus
  • 250 Gramm Mehr
  • 200 Gramm Zucker
  • 150 Gramm weiche Butter
  • 2 Eier
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 1,5 Teelöffel Backpulver

(Wer sein Brainfood in Form einer Backware zu sich nehmen möchte, findet das zum Beispiel bei bildderfrau.de.)

Brainfood #2: Avocado

Auch Avocados gehören zu den Nahrungsmitteln, von denen das Gehirn profitieren kann. Als hervorragender Lieferant gesunder einfach gesättigter Fettsäuren kann der Verzehr von Avocados nämlich die Hirnfunktion ankurbeln. Grund sind die Fette, die sich vor allem für eine gesunde Durchblutung des Gehirns sorgen.

Tipp: Der Umwelt und dem Klimaschutz zuliebe am besten Bio-Avocados aus nicht zu weit entfernten Nachbarländern kaufen oder auf selbst gezüchtete Avocados zurückgreifen. Anleitungen dazu gibt es online, und auch wenn der Vorgang zeitaufwendig und nicht immer von Erfolg gekrönt ist, schmeckt eine selbstgemachte Guacamole mit gutem ökologischen Gewissen am Ende doch gleich viel besser.

Brainfood #3: Fisch

Fisch gilt schon seit Ewigkeiten als gesundes Lebensmittel. Er kann aber auch Nahrung für das Gehirn sein, dank Omega-3-Fettsäuren. Mehrere Studien beinhalten Erkenntnisse, dass Fisch die Gedächtnisleistung verbessern und sogar die Stimmung steigern kann.

Zubereitung: Auch Fisch erlaubt diverse Möglichkeiten der Zubereitung, selbst roh in Form von Sushi und Sashimi kann das Tier mittlerweile verspeist werden. Manche Arten sind dabei besonders fettig, wie etwa Lachs. Dieser enthält dementsprechend auch sehr viel Omega-3-Fettsäuren.

Brainfood zum Jungbleiben: Blattgemüse

Wer die Leistung nicht steigern, sondern im Kopf jung bleiben möchte, kann sich an ein anderes Lebensmittel halten. Schon 2018 dokumentierten Wissenschaftler nämlich eine interessante Beobachtung über Blattgemüse. Die damals veröffentlichte Untersuchung zeigt, dass ältere Erwachsene, die 1,3 Portionen blättriger Gemüsearten am Tag zu sich nehmen (Medianwert), die Rate kognitiver Abnahme um bis zu elf Jahre verlangsamen konnten. Jene Personen wären damit also geistig jünger als Gleichaltrige ohne eine derartige Ernährung.

Serviervorschlag: Zu Blattgemüse gehören unter anderem Spinat, aber auch Kopf- und Feldsalat, Rucola, alle Asia-Salate, Kohlarten et cetera Die Auswahl an Rezepten ist daher groß. Das Gemüse lässt sich entsprechend als Salat oder auch gekocht, blanchiert oder gebraten zubereiten.

Brainfood ist gesund für Kopf und Körper

Wer sich nicht nur gesund ernähren, sondern auch seinem Kopf etwas Gutes tun will, ist mit Brainfood bestens beraten. Die Nahrung für das Gehirn hat nachgewiesenermaßen zumindest das Potanzial die Hirnleistung zu steigern. Sollte es keine derartigen Effekt zeigen, ist es zumindest eine bekömmliche Alternative zu Fast Food und Co.

Ebenfalls gesund, aber nicht ohne Nachteile: vegetarische Ernähung. Forscher haben ein klares Urteil dazu getroffen. Es gibt aber selbst Nahrungsmittel die gegen Müdigkeit helfen sollen.

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