Leben wir in einer Simulation? Das ist nicht nur eine Frage für Verwörungstheoretiker und Wirrköpfe, sinder auch für echte Forscher, die die theoretische Möglichkeit von einem wissenschaftlichen Standpunkt aus untersuchen.

Leben wir in einer Simulation? KI soll die Antwort finden

Der Physiker Hong Qin vom Princeton Plasma Physics Laboratory hat sich mit der Frage „Leben wir in einer Simulation?“ beschäftigt. Um das Rätsel zu knacken, hat er eine künstliche Intelligenz erschaffen, die auf maschinelles Lernen setzt und ihr Wissen durch Erfahrungen selbstständig verbessern kann.

Eigentlich war der Algorithmus dafür gedacht, die Umlaufbahn von Planeten vorhersagen zu können, wobei sich die KI selbstständig das newtonsche Bewegungsgesetz ableitete, ohne zuvor jemals davon gehört zu haben. Jetzt hat der Physiker Qin den Algorithmus allerdings so verändert, dass er auch andere Verhaltensweisen vorhersagen kann.

Ein selbstlernender Algorithmus

Dazu inspirierte ihn die Arbeit des bekannten schwedischen Wissenschaftler Nick Bostrom, der sich schon im Jahr 2003 mit der Frage beschäftigte, ob wir in einer Simulation leben und von einem philosophischen Standpunkt argumentierte, dass unsere Welt sehr wohl eine Simulation sein könnte. Der neue Algorithmus von Qin könnte ein funktionierendes Beispiel für die Technologie sein, auf der die Argumentation des Schweden beruht.

Qin verwendet für seine Forschungen das Prinzip der „diskreten Feldtheorie“. Sie ist besonders gut für maschinelles Lernen geeignet, da sie nur den Rahmen für den Algorithmus liefert. Die verschiedenen Parameter können verändert und durch Beobachtungsdaten trainiert werden. Das bedeutet, dass ein Computer den Algorithmus ausführen kann, um neue Beobachtungen vorauszusagen.

Wird unser Universum nur auf einem Laptop simuliert?

Wenn das Universum einen Laptop hätte, auf dem es simuliert wird, würde seine Komplexität einen enorm großen Speicher und eine hohe CPU-Leistung voraussetzen. Der Algorithmus, der in diesem Fall unser aller Leben bestimmen würde, könnte laut Qin aber einfach sein, berichtet das Magazin Big Think. Die bloße Tatsache, dass ein Algorithmus existiert, der Vorhersagen anhand von Naturereignissen ableiten kann, macht es wahrscheinlicher, dass auch unser Leben nur eine Simulation ist.

Die Frage „Leben wir in einer Simulation?“ wird wohl nie abschließend geklärt werden können und noch viele Generationen von Wissenschaftlern beschäftigen. Die Suchmaschinen-App Xayn basiert auf einer künstlichen Intelligenz, der du durch swipen wie bei Tinder beibringst, welche Nachrichten dir gefallen und welche nicht. Die Erdatmosphäre verliert langsam, aber sicher all ihren Sauerstoff, sodass in ferner Zukunft keine Luft zum Atmen mehr vorhanden sein wird.

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