Wie nah ist die Zukunft? Eine Antwort darauf möchte der Automobilhersteller Toyota mit seinem Mega-Projekt schon in den kommenden Jahren liefern. Geplant ist eine vollkommen neue Stadt, die auf den neuesten Technologien basiert. Lange wurde entwickelt und getüftelt, nun konnte endlich der Beginn mit der Toyota City, die auch „Verwobene Stadt“ (Woven City) genannt wird, bekanntgegeben werden. Dahinter steckt einiges.

Toyota City: So könnten die Städte der Zukunft aussehen

Immer neuere und insbesondere smartere Technologien werden regelmäßig entwickelt und präsentiert. Smarte Gadgets haben schon weltweit Einzug in das Leben der Menschen gehalten. Nun aber geht Toyota einen Schritt weiter und baut auf Basis dieser hochintelligenten Technologien seine eigene Stadt: „Woven City“. Die smarte Toyota City soll dabei als lebendes Labor funktionieren.

Die ersten Pläne beziehungsweise Ideen klingen sehr vielversprechend. Die Häuser sollen demnach ausschließlich aus Holz gebaut werden, um den CO2-Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Anhand von künstlicher Intelligenz und smarten Gadgets soll das „Smart-Living“ der Standard der Häuser, besser gesagt der Bewohner, werden. Die Umweltfreundlichkeit wird sogar so weit bedacht, dass ausschließlich Wasserstoff-Brennzellen verwendet werden sollen. Die Dächer der Gebäude und Häuser sollen mit Photovoltaik-Paneelen bedeckt werden.

Der geplante Ort ist ein ehemaliges Toyota-Werk am Fuße des japanischen Nationalberges Fuji. Das Gelände ist rund 175 Hektar groß und wird nun als Standort für die Zukunftsmetropole genutzt.

Stadt soll nach und nach wachsen

Wichtig an diesem ganzen Projekt ist, dass die Toyota City sich durch Probieren und Testen immer weiterentwickelt. So sollen autonomes Fahren, Roboter, Künstliche Intelligenz und ein smart vernetztes Leben die Grundbausteine sein. Zu Beginn plant Toyota mit rund 360 Einwohnern. Die Zahl soll sich aber stetig steigern. Geplant sind anfangs Rentner, Familien, Wissenschaftler und Angestellte von Toyota.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass in der „Woven City“ drei verschiedene Straßentypen gebaut werden. Eine Straße dient ausschließlich für Fußgänger, die andere für Personen mit einem Fortbewegungsmittel (beispielsweise Fahrrad) und die dritte Straße für autonomes Fahren. Der Güterverkehr hingegen soll unterirdisch stattfinden.

Federführend ist das dänische Architektenbüro Bjarke Ingels Group, das bereits viele andere Projekte weltweit entworfen und umgesetzt hat.

Fazit: Sehr viel Potenzial

Schon in den kommenden Jahren sollen die ersten Bewohner in die Toyota City einziehen. Ob sich die „Woven City“ als Modellstadt für künftige Planungen durchsetzen wird, steht noch in den Sternen, allerdings sind die Ideen sehr vielversprechend. Emissionsfreie Häuser, autonome Mobilität und smarte Vernetzung sind alles Punkte, die für die Zukunft entscheidend werden könnten. Von solch einer Stadt sind wir hierzulande noch weit entfernt. Allerdings kannst du mit smarten Weckern oder auch mit Smart Home-Systemen dein Zuhause schon jetzt etwas futuristischer gestalten.

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