Nicht mehr nur in Frankreich, dem Mutterland der Weinkultur, auch in Deutschland kann es inzwischen eine wahre Kunst sein, Wein zu trinken. Im normalen Alltag dient das Getränk dagegen als Sinnbild von geselligem Beisammensein, Genuss oder einfach nur Entspannung. Wer sich diesen Gedanken nicht kaputt machen lassen möchte, sollte das folgende Urteil von Wissenschaftler:innen allerdings nicht verfolgen.

Häufige Fragen zum Weintrinken
  • Wie trinkt man Rotwein richtig? Rotwein wird zunächst im Glas geschwenkt und beobachtet. Expert:innen empfehlen, daran zu riechen und dann den ersten, kleinen Schluck zu nehmen. Dieser wird ein wenig im Mund behalten, um die verschiedenen Aromen genießen zu können.
  • Wann trinkt man Rotwein und wann Weißwein? Die gängige Regel lautet: Zu rotem Fleisch und Braten gehört Rotwein, zu hellem Fleisch und Fisch eher Weißwein. Dazu sollte sich die Würze und Kraft der Weins an der Würze des Fleisches orientieren.

Täglich Wein trinken: Wie gesund ist das wirklich?

Das Gerücht, am Tag ein Glas Wein zu trinken sei gesund, hält sich hartnäckig. Was inzwischen aber durch die Forschung belegt wurde, ist das Gegenteil. So zeigt eine Langzeitstudie der Universität Hamburg, die im European Heart Journal veröffentlicht wurde, dass täglicher Alkoholkonsum das Risiko für Herzerkrankungen erhöht.

Selbst moderate Mengen, wie 1,2 Drinks am Tag, stehen demnach mit Vorhofflimmern in Verbindung. Ganz abgesehen davon hat es aber auch eine ganz andere und überraschende Folge, regelmäßig Wein zu trinken. Für dein Immunsystem bedeutet der Alkohol nämlich eines: eine Schwächung.

Das macht Wein trinken mit deinem Immunsystem

Das liegt zum einen daran, dass durch den Weinkonsum die Schlafqualität beeinträchtigt wird, so eine Untersuchung, die 2018 in JMIR Mental Health erschien. Wer moderate Alkoholmengen zu sich nimmt, soll sich bis zu 24 Prozent weniger körperlich durch Schlaf erholen. Über die Zeit kann dies letztendlich zu Problemen mit der Immunabwehr führen.

Zum anderen kann Alkohol wie Wein die weißen Blutkörperchen in ihrer Funktion stören und dadurch eine dämpfende Wirkung auf das Immunsystem entwickeln. Im Detail behindert es die Ausschüttung von körpereigenen Botenstoffen wie zum Beispiel Interferon, die weitere Immunzellen aktivieren. Insbesondere die sogenannten Fresszellen, die bei der Krankheitsbekämpfung eine wichtige Rolle spielen, sollen dadurch „gelähmt“ werden und weniger Botenstoffe aussenden.

Andere Wirkungen von Alkohol

Während es auf der einen Seite immunschwächende Effekte haben kann, Wein zu trinken, ist die Vorliebe auch für den Kopf eine schwere Belastung. Was durch Alkohol wirklich im Gehirn passiert, ist zumindest erstaunlich. Dazu kommt, dass vor allem eine Altersgruppe mit Nachteilen aufgrund von Alkohol zu kämpfen hat. Die WHO und die Stiftung Warentest warnen indes davor, dass Alkohol zu den krebserregenden Lebensmitteln gehört.

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