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Frisst mich meine Katze, wenn ich tot bin? Studie gibt gruselige Antwort

Zu der Frage wie die Tiere im Fall des Todes ihrer Besitzer*innen reagieren, machten Forschende eine interessante Entdeckung. Vielen dürfte sie nicht gefallen.

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Wenn der Geist den Körper verlässt: So erklären Experten die Nahtoderfahrung

Wenn Menschen das Gefühl haben, ihr Geist verlasse ihren Körper, spricht man von einer Nahtoderfahrung. Um herauszufinden, ob dieser außergewöhnliche Bewusstseinszustand auf mystische Vorgänge zurückzuführen ist, lohnt sich ein Blick in die Wissenschaft.

Immer mal wieder liest man von Katzen, die mit ihren Besitzer*innen in einer Wohnung eingesperrt bleiben nachdem diese verstorben sind. Aufgrund von Futtermangel beginnen die Tiere dann angeblich, sich von dem leblosen Körper zu ernähren. Doch würden Katzen wirklich Menschen fressen? Das Verhalten schien bislang eher unnatürlich. Einen erstaunlichen Gegenbeweis liefert jetzt eine makabre Studie.

Studie zeigt: Katzen fressen Menschen

Eine Leichenfarm ist eine Einrichtung, die in der Regel fern von menschlichen Ansiedlungen liegen. Dort wird der Verwesungprozess menschlicher Leichen untersucht. Mit den Daten werden Forensiker versorgt, die dadurch den genauen Zeitpunkt des Ablebens einer Leiche ermitteln können. Das kann dann etwa bei der Aufklärung von Verbrechen helfen. Dort wurden auch Katzen gefunden, die Leichen fraßen, wie Spektrum berichtet.

Forscher beobachteten zwei verwilderte Hauskatzen, deren Verhalten zeigt, dass die Tiere alles fressen, wenn sie nichts anderes finden – auch Menschenleichen. Die zwei Katzen sollen teilweise über Wochen das Gelände einer Leichenfarm in Colorado aufgesucht und sich dort von zwei Toten ernährt haben. Das berichten Sara Garcia von der Colorado Mesa University und ihr Forscherteam in einer faszinierenden neuen Studie im „Journal of Forensic Sciences“.

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Überwachungskamera liefert Überraschendes

Auf dem Gelände zeichneten Überwachungskameras auf, welche Aasfresser sich einfinden, um die ausgebrachten Toten zu fressen. Bei ihrer Auswertung der Aufzeichnungen entdeckten Garcia und ihr Team darunter auch die besagten Katzen. Unabhängig voneinander suchten die Tiere Leichen auf und fraßen davon sogar mehrere Tage bis Wochen. Eines der Tiere fraß sogar weiter, obwohl ein Käfig über der toten Person platziert wurde. Nachdem man den Käfig entfernt hatte, kehrte die Katze zurück und fraß für weitere 35 Nächte an dem Toten herum, so die Studie.

Kurios daran war, dass sich beide Tiere nur für eine von zwei Leichen interessierten. Leichen, die in der Nähe lagen, wurden ignoriert. Dabei wurden bestimmte Körperstellen von den fressenden Katzen bevorzugt: das weiche Gewebe des linken Arms und des Rumpfs. Verspeist wurden dabei vornehmlich Haut und Fettgewebe. Stärkere Verwesungssituationen wurden von den Katzen gemieden.

Quellen: Spektrum, „The Scavenging Patterns of Feral Cats on Human Remains in an Outdoor Setting“ (2020, Journal of Forensic Sciences)

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