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"Schreckliche Zukunft" – das sagen Experten zum Zustand unserer Erde

Dem Planeten Erde geht es schlecht.
Dem Planeten Erde geht es schlecht.
Foto: Getty Images/Marco Bottigelli
Artikel von: Regina Singer
Eine neue Studie zeigt abermals, wie schlecht es um unseren Planeten Erde steht. Forschende erklären unter anderen, welche vier Dinge lebensnotwendige Maßnahmen behindern.

In einem neu veröffentlichten Artikel zeigen Wissenschaftler:innen, dass das Ausmaß der Bedrohung durch den globalen Klimawandel noch schwerwiegender ist, als viele von uns begreifen können. Auch der Verlust der biologischen Vielfalt, der durch Menschen verursacht wird, ist immens und hat schwerreichende Folgen. Die Forschenden sprechen daher von einer "schrecklichen Zukunft", warnen vor Massensterben und vielleicht dem Ende der Menschheit. Das ist der momentane Zustand unseres Planeten Erde.

Klimawandel: Google Earth soll Augen öffnen
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Was bedeutet Klimawandel?

  • Klimawandel bedeutet, dass sich die Erde erwärmt
  • Das hat etwa Auswirkungen auf Tiere, Pflanzen, Menschen, Wetter und Co.
  • Extreme Wetterverhältnisse nehmen zu (Starkregen, Trockenzeiten, Hitzewellen, Hagel, Stürme und mehr)
  • Es gibt Waldbrände durch Trockenheit und fehlenden Regen
  • Weil Meere wärmer werden, verschwinden viele Fische, Wale und Korallen bald vielleicht für immer
  • Können sich Tiere und Pflanzen dem schnellen Klimawandel nicht anpassen, sind sie vom Aussterben bedroht
  • Umweltveränderungen treffen die Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion, sodass viele Menschen unfreiwillig ihre Heimat verlassen müssen

Planet Erde: Ausmaß des Klimawandels ist schwer zu erfassen

Steht das Ende der Menschheit bevor? Zumindest könnten wir darauf zusteuern, wenn wir weiterhin nichts oder so wenig gegen den Klimawandel unternehmen und unseren Planeten Erde ausschlachten. Das zeigt abermals eine Studie von Wissenschaftler:innen der Flinders University. "Die Menschheit verursacht einen raschen Verlust der biologischen Vielfalt und damit die Fähigkeit der Erde, komplexes Leben zu unterstützen. Trotz der stetigen Erosion des Gefüges der menschlichen Zivilisation hat der Mainstream Schwierigkeiten, das Ausmaß dieses Verlusts zu erfassen", erklären Hauptautor Corey Bradshaw (Ökologe) und seine Kolleg:innen.

Das Forschungsteam beschreibt in der Studie ("Underestimating the Challenges of Avoiding a Ghastly Future"), dass ein großer Teil der Herausforderung darin besteht, dass die politischen und wirtschaftlichen Systeme, die wir kennen, darauf ausgerichtet sind, sich auf kurzfristige Herausforderungen und Gewinne zu konzentrieren. Daher seien langfristige Probleme wie der Klimawandel und der Verlust der biologischen Vielfalt sowie die ökologische Zerstörung nicht angegangen worden.

"Das Problem wird durch Ignoranz und kurzfristiges Eigeninteresse verschärft, wobei das Streben nach Wohlstand und politischen Interessen die überlebenswichtigen Maßnahmen behindert", erklärt Corey Bradshaw in einer Pressemitteilung (via SciTechDaily).

Gegenmaßnahmen nicht "politisch schmackhaft"

Koautor der Studie, Biologe Paul Ehrlich der Stanford University, erklärt außerdem, dass die meisten Volkswirtschaften davon ausgehen würden, dass Gegenmaßnahmen jetzt zu kostspielig seien, um "politisch schmackhaft" zu sein. "In Kombination mit Desinformationskampagnen zum Schutz kurzfristiger Gewinne ist es zweifelhaft, dass das Ausmaß der Änderungen, die wir benötigen, rechtzeitig vorgenommen wird", so der Forscher.

In ihrer Studie fassen die Forschenden Vorhersagen über eine "schreckliche Zukunft des Massensterbens" zusammen. Auch eine nachlassende Gesundheit und die Umwälzungen durch Klimaströmungen (mit drohenden massiven Migrationen) sowie Ressourcenkonflikte sind Teil davon. Es gäbe zwar erfolgreiche Interventionen, das Aussterben zu verhindern und Ökosysteme wiederherzustellen, doch jüngst wurde etwa die wissenschaftliche Gemeinschaft aufgefordert, ihre Warnungen an Menschen deutlicher in einer Weise zu äußern, welche dem Ausmaß der Krise entspricht.

"Angesichts der Existenz einer menschlichen 'Optimismus-Tendenz', die einige dazu veranlasst, die Schwere einer Krise zu unterschätzen und Warnungen von Expert:innen zu ignorieren, muss eine gute Kommunikationsstrategie diese Tendenz idealerweise unterbieten, ohne unverhältnismäßige Gefühle von Angst und Verzweiflung hervorzurufen", so die Forschenden.

Wichtiges zu unserem Planeten

Erst kürzlich bewies auch die US-Weltraumbehörde NASA, dass die Menschen und ihre Aktivitäten Klimawandel-Ursachen sind. Das Ende der Menschheit könnte bereits ab 2050 sein. Das zeigen jüngste Analysen zum Klimawandel. Einige Forschende liefern einen Plan, wie sie den Planet Erde retten können.

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