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Kernfusion in der Sonne: Das passiert im Inneren

Das passiert während einer Kernfusion in der Sonne. (Symbolbild)
Das passiert während einer Kernfusion in der Sonne. (Symbolbild)
Foto: Getty Images/LV4260
Artikel von: Isa Kabakci
Gäbe es keine Kernfusion in der Sonne, wäre das Leben auf der Erde unmöglich. Was dabei passiert, erfährst du nachfolgend.

Womöglich hast du den Begriff Kernfusion in irgendeinem Kontext schon einmal gehört, doch kannst dir nichts darunter vorstellen? Im Grunde genommen handelt es sich hierbei um einen Prozess, der für das Leben hier auf der Erde existenziell ist. Die Kernfusion in der Sonne ist die Grundquelle der Sonnenenergie. Damit du ein Verständnis dafür bekommst, was sich im Inneren des gelben Riesen abspielt, werden wir den Prozess im Folgenden näher erläutern und alles Wissenswerte darstellen.

Woraus besteht die Sonne? Das wird dich überraschen
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Kernfusion in der Sonne: Darum ist sie so wichtig

Damit auf der Erde Menschenleben existieren kann, müssen extrem viele Faktoren passen. Eine der wichtigsten hierbei ist die Sonne. Dank der optimalen Lage herrscht auf der Erde ein "ideales Klima", damit Lebewesen bestehen können. Um das zu gewährleisten, erfolgt eine ständige Kernfusion der Sonne, und zwar im Inneren.

Dabei spielt die Verschmelzung von Atomkernen eine, besser gesagt die entscheidende Rolle. Denn in drei Schritten, die in der Theorie einfacher klingen als in der Praxis, entsteht aus Wasserstoff Helium. Diesen Vorgang nennt man Heliumsynthese beziehungsweise Proton-Proton-Zyklus. Die Voraussetzung dafür ist eine extrem hohe Temperatur: Im Sonnekern beträgt diese nämlich rund 15 Millionen Grad Celsius.

Das passiert dabei

Wie bereits erwähnt ist der Prozess sehr komplex. In der Theorie kann man die Kernfusion in der Sonne vereinfacht folgendermaßen darstellen:

Vier Wasserstoff-Atome verschmelzen miteinander. Das passiert aber nicht direkt, sondern geschieht in zwei Zwischenschritten. Insgesamt erfolgt die Kernfusion in drei großen Schritten. Dabei entsteht ein Heliumkern, dessen Gesamtgewicht schlussendlich leichter ist als die vorigen Wasserstoff-Kerne. Diesen Umstand nennt man Massendefekt. Nun könnte man denken, dass durch weniger Gewicht auch weniger Energie entsteht. Das ist aber falsch, denn Energie ist eine Erhaltungsgröße, sprich sie kann nicht einfach verschwinden. Die überschüssige Energie wird dann einfach freigesetzt.

Im Grunde genommen ist die obige Beschreibung eine vereinfachte Erklärung der Kernfusion in der Sonne, die ständig im Inneren der gelben Gaskugel stattfindet.

Fazit: Ohne Kernfusion kein Leben auf der Erde

Würde die Kernfusion in der Sonne nicht stattfinden, dann gäbe es uns und Leben allgemein auf der Welt nicht. In drei Schritten verschmelzen Wasserstoffkerne und "entwickeln" sich zu einem Heliumkern. Dabei werden unvorstellbare Energiemengen freigesetzt. Und wenn wir schon beim gelben Riesen sind: Hier kannst du nochmal nachlesen, woraus die Sonne besteht. Und falls du dich gefragt hast, wie alt die Sonne ist, dann haben auch dafür eine Antwort parat.

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