In vielen Berichten über Entdeckungen der NASA oder der europäischen Weltraumagentur ESA ist von den sogenannten „Exoplaneten“ die Rede. Doch was bedeutet dieses Wort eigentlich genau? Was macht einen Exoplaneten aus und worin unterscheidet er sich von anderen Planeten? Wir erklären es dir.

Was sind eigentlich Exoplaneten?

Der Begriff „Exoplanet“ ist eigentlich eine Abkürzung für die Bezeichnung eines extrasolaren Planeten. So heißen Planeten, die sich außerhalb unseres Sonnensystems befinden und damit nicht ihrer Schwerkraftwirkung unterworfen sind und um sie kreisen. Damit sind Exoplaneten das genaue Gegenteil von solaren Planeten, wie sie in unserem Sonnensystem zu finden sind, denn Erde, Mars, Venus et cetera sind dem Schwerkrafteinfluss der Sonne unterworfen.

Doch auch wenn Exoplaneten nicht um unsere Sonne kreisen, müssen sie dafür zu einem anderen Sternensystem gehören. Denn nur, wenn ein Himmelskörper unter dem Einfluss eines anderen Sterns steht, darf er auch als Exoplanet bezeichnet werden.

Welche Arten von Exoplaneten gibt es?

Obwohl es Forscher:innen gelungen ist, bereits unglaublich viele Exoplaneten zu entdecken und zu beobachten, gibt es noch kein Klassensystem, in das die Planeten eingeteilt werden könnten. Doch zumindest grob kannst du sie in zwei verschiedene Gruppen unterteilen:

Die erste Gruppe sind Gesteinsplaneten. Sie bestehen, ähnlich wie unsere Erde, aus fester Materie. Wenn ein solcher Exoplanet aus Gestein um ein Mehrfaches größer als unser eigener Planet ist, wird er als „Supererde“ bezeichnet.

Auch von der zweiten Gruppe hast du bestimmt schon einmal gehört, denn wenn ein Planet nicht aus Gestein besteht, handelt es sich für gewöhnlich um einen Gasriesen. Sie entstanden ähnlich wie der Jupiter aus unserem Sonnensystem: Zunächst klumpten Staubkörner in einer Wolke zusammen und bildeten einen festen Kern, der langsam immer größer wurde. Irgendwann war dieser so groß, dass er eine eigene Schwerkraft entwickelte und Gas in seiner Umgebung anzog. So entstanden mit den Jahrmillionen Gasriesen.

Fazit: So ähnlich und doch so verschieden

Wie du siehst, sind die Grundvoraussetzungen unserer Erde und eines Exoplaneten gar nicht so verschieden. Beide umkreisen einen Stern, doch in unserem Fall ist es die Sonne. Für außerirdische Lebewesen, die von uns aus gesehen auf einem Exoplaneten leben, wären wir vermutlich die Exoplanetenbewohner.

Diese Gemeinsamkeit ist auch der Grund, warum Forscher:innen aus aller Welt sich einig sind, dass außerirdisches Leben am ehesten auf einem Exoplaneten gefunden werden kann.

Zu Beginn des Jahres konnte ein Exoplanet entdeckt werden, der unserer Erde ähnlicher ist, als es auf den ersten Blick scheint. Allein das Weltraumteleskop TESS hat auf seiner Mission schon etwa 2.200 Exoplaneten gefunden.

Du willst mehr von uns lesen? Folge uns auf Google News.