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Die wahren Entdecker der Antarktis: Forscher widerlegen jahrtausendealte Geschichte

Forscher:innen haben festgestellt, dass die Antarkis möglicherweise früher entdeckt wurde, als vermutet.
Forscher:innen haben festgestellt, dass die Antarkis möglicherweise früher entdeckt wurde, als vermutet.
Foto: GettyImages/Paul Souders
Artikel von: Philipp Rall
In der Antarktis haben Forscher:innen einen Fund gemacht, der die Geschichte ihrer Entdeckung völlig auf den Kopf stellen könnte.

Mündliche Erzählungen, Berichte und technische Dokumentationen, die außerhalb der allgemeinen kommerziellen und akademischen Kanäle veröffentlicht wurden, halfen dabei, überraschende Schlussfolgerungen zu ziehen. So haben Wissenschaftler:innen herausgefunden, dass die Māori schon 1.000 Jahre vor den Europäern in die Antarktis reisten.

Eiszeit auf der Erde
Eiszeit auf der Erde

Die Antarktis...

... ist eine geographische Region, die im engeren Sinne durch den antarktischen Kontinent und die Inselgebiete der Antarktischen Platte gebildet wird. Im weiteren Sinne gehören dazu auch einige Inseln in den hohen Breiten der südlichen Hemisphäre, südlich der antarktischen Konvergenz.

Antarkis: Wer entdeckte sie wirklich zuerst?

Bislang wurde allseits angenommen, Menschen hätten die Antarktis erstmals zu Gesicht bekommen, als eine russische Expedition 1820 erstmals auf ihre Ausläufer stieß. Im Jahr 1821 entdeckten amerikanische Forscher schließlich erstmals ihr Festland. Eine neue Studie hat nun jedoch einen Zusammenhang zwischen dem Gebiet und dem Beginn der traditionellen Schifffahrt aufgedeckt.

"Wir fanden heraus, dass die Verbindung zur Antarktis und ihren Gewässern seit den frühesten traditionellen Fahrten und später durch die Teilnahme an europäisch geführten Fahrten und Erkundungen, zeitgenössischer wissenschaftlicher Forschung, Fischerei und mehr seit Jahrhunderten besteht", erklärt Naturschutzbiologin Priscilla Wehi von Manaaki Whenua Landcare Research.

In einigen Erzählungen seien der polynesische Häuptling Hui Te Rangiora und seine Mannschaft – sie planten im frühen siebten Jahrhundert eine Reise – weiter nach Süden gezogen, als bislang angenommen. "Einen langen Weg nach Süden. Dabei waren sie wahrscheinlich die ersten Menschen, die die antarktischen Gewässer und vielleicht den Kontinent erblickten", schreibt das Team weiter.

Schnitzereien verraten alte Geschichte

"Die Reise und die Rückkehr von Hui Te Rangiora sind Teil der Geschichte des Volkes der Ngāti Rārua, und diese Geschichten erscheinen in einer Reihe von Schnitzereien", schreiben die Forscher:innen. "Die Erzählungen von unterrepräsentierten Gruppen und ihre Verbindung zur Antarktis bleiben in der Forschungsliteratur schlecht dokumentiert und anerkannt. Diese Arbeit fängt damit an, diese Lücke zu füllen."

Im Laufe der vergangenen Jahre ist die Erforschung der um den Südpol gelegenen Land- und Meeresgebiete rasant vorangeschritten. So haben Wissenschaftler:innen etwa festgestellt, dass in der Antarktis ein gigantisches Objekt verborgen liegt. Selbst einen versteckten Ozean haben sie unter der Antarktis entdeckt.

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