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Wegen "taumelndem" Mond: Forscher prognostizieren starke Auswirkungen auf die Erde

Die Überschwemmungen könnten in den kommenden Jahrzehnten weiter zunehmen.
Die Überschwemmungen könnten in den kommenden Jahrzehnten weiter zunehmen.
Foto: Getty Images/Volker Schlichting/EyeEm
Artikel von: Philipp Rall
Der Mond und die Gezeiten sind eng verbunden. Ab den 2030er-Jahren könnte das zu mehr Hochwasser führen, so Forscher.

Vor allem an den Küsten der Vereinigten Staaten soll sich in den kommenden paar Jahrzehnten einiges tun. Alleine 2019 erlebten die USA dort mehr als 600 Hochwasser. Die NASA macht dafür den Mond verantwortlich und trifft für die Jahre zwischen 2030 und '50 eine schwarzseherische Prognose.

Entstehung des Mondes - Kosmischer Crash erschuf den Erdtrabanten
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Hochwasser in Deutschland

"Regensummen im südlichen Nordrhein-Westfalen, in der westlichen Rheinland-Pfalz bis an die 200 Liter pro Quadratmeter, im Saarland und am Oberrhein 100 bis 150 Liter und in angrenzenden Gebieten an die 50", erklärt der RTL-Meteorologe Christian Häckl. "Bei diesen Mengen sind großflächige Überschwemmungen sehr wahrscheinlich, kleine bis mittlere Flüsse treten über die Ufer, selbst Rhein und Mosel werden größere Sprünge machen. Im großen Rest sind eher die punktuellen Unwetter das Problem mit Hagel Platzregen und Sturmböen."

Mond: Libration führt zu mehr Hochwasser

Im Fokus einiger Untersuchungen zum Hochwasser steht derzeit die sogenannte Libration. Dabei handelt es sich um die echte oder scheinbare Taumelbewegung eines Mondes. Beobachten lässt sich dieser Effekt nicht nur bei unserem Erdmond, doch wirkt er sich maßgeblich auf unsere Gezeiten aus.

Schon im Jahr 2018 erhöhte sich in 75 Prozent der Orte an der Ost- und Golfküste der USA gegenüber den Vorjahren die Hochwasserhäufigkeit. Bis 2030 erwarten Forscher der NASA, dass es im Schnitt sieben bis 15 Tage im Jahr zu Überschwemmungen kommen wird. Zum Vergleich 2021 sind es circa zwei bis sechs Tage.

Hochwasser werden zum "Problem für die öffentliche Gesundheit"

"Insbesondere Mitte der 2030er Jahre könnte die Häufigkeit von [Hochwassern] in mehreren US-Küstenregionen rapide ansteigen", schreiben die Wissenschaftler im Rahmen einer Studie, die sie im Fachjournal Nature Climate Change veröffentlichten. Bis 2050 soll die Libration sogar im Schnitt an 25 bis 75 Tagen im Jahr zu Überflutungen führen.

"Es ist der akkumulierte Effekt über die Zeit, der eine Auswirkung haben wird", erklärte auch der Hauptautor der Studie, Phil Thompson, ein Assistenzprofessor an der Universität von Hawaii. "Wenn es 10 oder 15 Mal im Monat zu Hochwassern kommt, kann ein Geschäft nicht weiterarbeiten, wenn sein Parkplatz unter Wasser steht. Menschen verlieren ihre Arbeit, weil sie nicht zur Arbeit kommen können. Durchsickernde Senkgruben werden zu einem Problem für die öffentliche Gesundheit."

Quelle: NOAA, NASA, Nature Climate Change, RTL

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