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Jeff Bezos, Elon Musk & Richard Branson: Was genau wollen sie im All?

Das haben die Milliardäre Jeff Bezos, Elon Musk und Richard Branson im All vor.
Das haben die Milliardäre Jeff Bezos, Elon Musk und Richard Branson im All vor.
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Artikel von: Regina Singer
Jeff Bezos war jetzt im All, Richard Branson war es vor wenigen Tagen. Elon Musk hat es noch vor. Was aber genau planen die Unternehmer mit unserem Universum?

Jetzt hat es also auch Jeff Bezos ins All geschafft, nachdem ihm Richard Branson zuvorgekommen ist. Elon Musk will zwar zunächst nicht selbst in den Weltraum fliegen, hat aber ähnliche Pläne. Das wollen die Milliardäre mit unserem Universum machen.

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Jeff Bezos, Elon Musk und Richard Branson: Was die Milliardäre eint

Wie viele Menschen auf der ganze Welt sind Jeff Bezos, Elon Musk und Richard Branson fasziniert vom Weltall. Was die drei Männer jedoch von anderen unterscheidet: Sie sind superreich und haben jeweils ein eigenes Raumfahrtunternehmen:

  • Jeff Bezos startete Blue Origin im Jahr 2000 und reiste am 20. Juli 2021 für elf Minuten ins All. Mit dabei: Sein Bruder und eine Person, die das Ticket für 28 Millionen Dollar ersteigert hat. Außerdem ist ein 18-Jähriger mit von der Partie, dessen reicher Vater ihm das Ticket kaufte.
  • Elon Musk gründete SpaceX im Jahr 2002 und hat bisher noch keinen persönlichen Flug ins All geplant.
  • Richard Branson baute Virgin Galactic im Jahr 2004 und war am 11. Juli 2021 mit dem Raumflugzeug SpaceShipTwo VSS Unity im All.

Weltraum-Tourismus: Das große neue Geschäft

Alle drei Milliardäre wittern ein großes Geschäft mit dem Weltraum: Den Tourismus. Richard Bransons Virgin Galactic soll schon im Jahr 2022 damit anfangen, Menschen ins All zu bringen, die 250.000 US-Dollar (umgerechnet etwa 211.700 Euro) dafür übrig haben, so Business Insider. Mit dabei ist ein Training, der Flug und ein Raumfahrtanzug. Insgesamt soll das Abenteuer 1,5 Stunden lang gehen.

Auch für Blue Origins New Shepard kann schon jetzt ein Sitzplatz reserviert werden. Wie viel ein Ticket kosten wird, steht noch nicht fest.

Ebenfalls Elon Musk möchte mit SpaceX zahlfähigen Tourist:innen ins All verhelfen. Er plant mit vier Menschen einen Flug zur Internationaler Raumstation (ISS) und acht Tage Aufenthalt an Bord der ISS. Das Ticket kostete 55 Millionen US-Dollar pro Person.

Dass wollen sie langfristig

Langfristig planen Jeff Bezos, Elon Musk und Richard Branson noch mehr Aktivitäten im All:

Jeff Bezos

Jeff Bezos will mit Blue Origin Astronaut:innen auf New Shepard ins All fliegen und unter anderem "Amerikaner:innen zur Mondoberfläche zurückzubringen – diesmal um zu bleiben", heißt es auf der offiziellen Homepage von Blue Origin. Jeff Bezos plant also, Menschen dauerhaft auf dem Mond anzusiedeln.

Elon Musk

Für Elon Musk eignet sich der Mars am besten zur Kolonisierung. "Der Mars ist etwa halb so weit von der Sonne entfernt wie die Erde, hat also noch ordentlich Sonnenlicht. Es ist etwas kalt, aber wir können ihn aufwärmen. Seine Atmosphäre besteht hauptsächlich aus CO2 mit etwas Stickstoff und Argon und einigen anderen Spurenelementen, was bedeutet, dass wir Pflanzen auf dem Mars anbauen können, indem wir einfach die Atmosphäre komprimieren", heißt es etwa auf der SpaceX-Webseite. Laut der Tagesschau will Elon Musk in weniger als zehn Jahren gleich eine Million Menschen auf den Mars befödern.

Außerdem arbeitet der Unternehmer an seinem Starlink-Projekt, das Internet auf der Erde für 99 Euro monatlich ermöglichen soll. Dafür werden 42.000 Satelliten in den All befördert.

Richard Branson

"Wir gehen davon aus, dass wir mit der Zeit eine Vielzahl von Fahrzeugen von mehreren Standorten aus betreiben werden, um den Anforderungen der wachsenden Weltraumnutzergemeinschaft gerecht zu werden", heißt es auf der offiziellen Webseite von Virgin Galactic.

So ist etwa geplant, Passagiere zu Weltraum-Hotels oder Forschende zu schwebenden Laboren zu bringen.

Kritik an den Milliardären

Mit all den Plänen von Jeff Bezos, Elon Musk und Richard Branson sind nicht alle Menschen einverstanden. So gibt es etwa als Reaktion auf Jeff Bezos' Flug ins All eine skurrile Abstimmung. Der US-amerikanische Dekokrat Bernie Sanders äußert sich außerdem per Twitter:

"Hier auf der Erde, im reichsten Land des Planeten, lebt die Hälfte unserer Leute von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck, die Menschen kämpfen um ihre Ernährung, kämpfen darum, ärztliches Fachpersonal aufzusuchen – aber hey, die reichsten Kerle der Welt sind im Weltraum unterwegs! Ja. Es ist Zeit, die Milliardäre zu besteuern."

Robert Reich, der frühere US-Arbeitsminister, schrieb etwa: "Dass Milliardäre ins All fliegen, ist kein Zeichen von Fortschritt. Es ist ein Zeichen von grotesker Ungerechtigkeit, die einigen wenigen erlaubt, die Erde zu verlassen, während der Rest der Menschheit leidet."

Quellen: Business Insider, Blue Origin, BR24, Tagesschau, Blue Origin, SpaceX, Virgin Galactic, Twitter/Bernie Sanders

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