Die Sonne kennen die meisten Menschen als heißer, gelber und zugleich feuriger Ball am Himmel. Der Mittelpunkt unseres Solar- beziehungsweise Planetensystems ist einer der Hauptgründe, warum Leben auf der Erde eigentlich möglich. Doch es handelt sich beim gelben Riesen um einen Stern, auf dem es durchaus kräftig zur Sache geht. Vermutlich hast du schon einmal vom Sonnenwind gehört. Doch meist stellt sich dann die Frage: Was ist der Sonnenwind eigentlich? Nachfolgend erklären wir es dir.

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Was ist der Sonnenwind? Grundsätzlich kein laues Lüftchen

Wenn man vom Sonnenwind redet, dann handelt es sich keinesfalls um eine Böe oder Luftbrise. Der Begriff ist dahingehend etwas irreführend. Doch was genau ist der Sonnenwind?

Im Grunde genommen handelt es sich beim Sonnenwind um einen Strom mit geladenen Teilchen. Diese werden von der Sonne aus in jegliche Richtung abgeströmt und verteilt. Zum Teil können sie der Erde auch gefährlich werden. Doch dazu kommen wir später. Laut Physik-Cosmos-Indirekt handelt es sich bei Sonnenwind um ionisierten Wasserstoff (Elektronen und Protonen) und zu geringen Mengen um Helium-4-Atomkerne. Des Weiteren enthält der Sonnenwind sogar Spuren von ionisierten Atomkernen der Elemente Kohlenstoff, Eisen Stickstoff, Sauerstoff, Neon, Magnesium et cetera.

Da nicht-ionisierte Atomkerne kaum beteiligt sind, ist der Sonnenwind auch als Plasma zu sehen, der sowohl das Magnetfeld der Sonne als auch der Erde verformen kann, laut Chemie-Schule.

Sonnenwinde können unterschieden werden

Weiter heißt es, dass es langsame und schnelle Sonnenwinde gibt. Dabei unterscheiden sie sich nicht nur in der Geschwindigkeit, sondern auch in ihren jeweiligen Zusammensetzungen.

Während der langsame Sonnenwind ähnlich wie die Sonnenkorona ist (salopp gesagt die Atmosphäre der Sonne), ist der schnelle Sonnenwind vergleichbar mit der Photosphäre der Sonne.

Die Geschwindigkeit des langsamen Sonnenwinds beträgt dabei rund 400 Kilometer pro Sekunde (km/s), der schnelle Sonnenwind hingegen erreicht ein Tempo von rund 800 bis 900 km/s.

So weit reicht der Sonnenwind

Tatsächlich strahlt beziehungsweise reicht der Sonnenwind weit über die Planetbahnen hinaus. Da er die interplanetare Materie aus dem Sonnensystem hinaustreibt, bildet er eine Art Blase, die Heliosphäre genannt wird. Dort werden die Teilchen an der Grenze, der Heliopause, abgebremst. Dieser „Ort“ wird auch als Grenze beziehungsweise Rand des Solarsystems bezeichnet.

Darum kann der Sonnenwind gefährlich werden

Die Frage, „Was ist ein Sonnenwind?“, sollte weitestgehend geklärt sein, doch nun geht es darum, warum er der der Erde gefährlich werden kann. Wie bereits erwähnt, kann der Sonnenwind das Magnetfeld der Erde verformen, vor allem wenn er stark ist. Da er vor allem großen Einfluss auf die Ausbreitung von elektromagnetischen Wellen hat, kann es im schlimmsten Fall zu Totalausfällen von Stromversorgung und Computerfunktionen hier auf der Erde kommen. Mehr über die Gefahren des Sonnenwinds, kannst du ebenfalls bei uns nachlesen.

Quellen: Physik-Cosmos-Indirekt, Chemie-Schule

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